Wir waren beim Hautcheck

Der regelmäßige Hautcheck beim Dermatologen des Vertrauens sollte selbstverständlich sein. Hautkrebs lässt sich in vielen Fällen frühzeitig erkennen. Es gilt: Vorsorge kann Leben retten!

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Wir schleppen sie unser ganzen Leben mit uns rum, sie schützt uns vor äußeren Einflüssen und Krankheitserregern. Und unsere Haut kann noch so einiges mehr! Millionen von Nervenzellen ermöglichen einen feinen Tastsinn. Wir können Schmerzen fühlen, aber auch Temperaturen wahrnehmen. Die Fettschichten sind Energieträger und über die Schweißdrüsen können wir unseren Wärmehaushalt ausgleichen. Unsere Haut zeigt uns aber auch an, wenn es uns mal nicht so gut geht, deshalb ist ein Hautcheck von zeit zu Zeit nur logisch.

Hautcheck

Fun Fact

Evolutionsbiologen vermuten, dass die Entwicklung des Menschen (Homo sapiens) auch durch die vielen Schweißdrüsen der Haut möglich war. Während andere Tiere sich in der Sonne ausruhen mussten, konnte der Mensch, durch die vielen Schweißdrüsen, die Temperatur des Körpers regulieren und somit auch lange Ausdauerläufe, wie bei einer Jagd, für sich entscheiden.

Hautcheck – Zeig mir deine Haut und ich sag dir wer du bist

Ganz so einfach läuft es natürlich nicht, aber mit einem Blick auf die Haut lässt sich oft der individuelle Lebensstil ablesen. So leiden viele Raucher an Akne. Außerdem altert die Haut frühzeitig durch die Nikotinzufuhr, wodurch das Bindegewebe nachlässt und Falten entstehen. Alkohol hingegen dunstet die Haut auf und vergrößert die Poren. Wer ab und an mal zu tief ins Glas schaut, dem verzeiht die Haut die wilde Nacht. Bei regelmäßigen und übermäßigen Konsum wird es schon schwieriger. Ein weiterer Killer ist die UV-Strahlung. Lange Sonnenbäder können der Haut nachhaltig schaden. Klar, niemand will älter aussehen, aber neben der frühzeitigen Faltenbildung und Pigmentflecken können ausgiebige Sonnenbäder auch Hautkrebs verursachen. 

Heller und schwarzer Hautkrebs

Hautkrebs ist eine der meistverbreiteten Krebsarten. Unterschieden wird zwischen hellem und schwarzem Hautkrebs, die beide in vielen Fällen frühzeitig erkannt werden können. Als wichtigster Auslöser für Hautkrebs gelten Sonnenlicht und UV-Strahlen, die das Erbgut beschädigen und das normale Zellwachstum stören. Vermutlich spielt auch die erbliche Veranlagung eine Rolle in der Entstehung von Hautkrebs. Die hellen Arten Basaliom und Spinaliom kommen häufig vor und sind in der Regel ungefährlich. Der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) kann jedoch tödlich verlaufen. Je früher der Hautkrebs entdeckt wird, desto besser kann er behandelt werden. 

Die ABCDE-Regel

Am besten lasst ihr euch beim Hautarzt komplett durchchecken. Das Hautkrebs-Screening sollte alle zwei Jahre wiederholt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen den Hautcheck in den meisten Fällen. Ab dem 35. Lebensjahr werden die Screenings definitiv von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Seinen eigenen Körper hin und wieder einem Selbsttest zu unterziehen, kann euch nur zu Gute kommen. Mit der ABCDE-Regel könnt ihr erkennen, ob ein Muttermal eventuell abnormal und hautkrebsgefährdet sein könnte.

  • A – Asymmetrie: Das Muttermal hat eine asymmetrische Form
  • B – Begrenzung: Das Muttermal scheint an den Rändern auszulaufen (oft ist das Mal zackig, uneben und rauh)
  • C – Color/Farbe: Das Muttermal hat hellere und dunklere Stellen
  • D – Durchmesser: Die Größe des Mals spielt eine Rolle. Alles über zwei Millimeter Durchmesser sollte beachtet werden
  • E – Entwicklung und Erhabenheit: War das Muttermal vorher nicht da? Alle Male die in kurzer Zeit entstehen, sollten kontrolliert werden. Ein weiteres Kriterium: Fühlt sich das Mal erhaben an? Ist es tastbar?

Auch wenn einzelne Punkte bei euch zutreffen, heißt das noch lange nicht, dass ihr Hautkrebs habt! Es ist nur eine Daumenregel, um den schwarzen Hautkrebs zu erkennen. Um einen Arztbesuch werdet ihr nicht herumkommen.

Das Hautkrebs-Screening

Der Hautcheck beim Dermatologen dauert circa 15 – 30 Minuten. Der Arzt/die Ärztin wird euch nach eurem Gesundheitszustand fragen, was für Vorerkrankungen ihr habt und eventuell, ob es in der Familie schon Hautkrebserkrankungen gab. Da Hautkrebs an jeder Körperstelle entstehen kann, müsst ihr vom Scheitel bis zur Sohle untersucht werden. Also keine falsche Scham, die Klamotten müssen runter. Tragt am besten keinen Nagellack, da Hautkrebs auch unter dem Nagel entstehen kann. Auch auf Make-Up solltet ihr verzichten, um es dem/der Ärztin leichter zu machen. Sollte ein Muttermal auffällig sein, wird dir eine Hautprobe entnommen und zur Analyse ins Labor geschickt. Entpuppt es sich dann tatsächlich als schwarzer Hautkrebs, wird an der entsprechenden Stelle relativ viel Gewebe weggeschnitten und dann das weitere Vorgehen besprochen.

Schützt eure Haut, benutzt Sonnencreme

Der Sommer steht in den Starlöchern, deshalb vergesst nicht Sonnencreme aufzutragen, bevor ihr euch dem Sonnenbaden hingebt. Auch im Schatten und sogar im Winter (Vreni singt uns immer ein Lied davon… siehe hier) ist ein Sonnenschutz wichtig. Eure Haut wird es euch danken!

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