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Werbung aus den 50er Jahren mal anders

Wie entsetzlich, diskriminierend und anti-feministisch die Werbung aus den 50er Jahren ist, zeigt uns der Künstler Eli Rezkallah mit seinem Projekt „In a parallel Universe“.

Eli Rezkallah ist vieles: Fotograf, Künstler, Video Director, Herausgeber des Magazine Plastik. Wir sind auf ihn aufmerksam geworden durch seinen knallbunten, mit klischee-spielenden (und aufzeigenden!), Instagram-Account. Um auf heutige verstaubte und stereotypische Denkweisen aufmerksam zu machen, hat Eli Werbung aus den 50er Jahren abgewandelt, in dem er die Geschlechterrollen vertauscht hat. Wie abstrus die Werbebotschaften plötzlich wirkt!

Die Original-Werbung aus den 50er Jahren:
Werbung
Die neue Interpretation:
Werbung aus den 50er Jahren

Auch in unserer heutigen Zeit ist Sexismus ein großes Problem und gerade in der Werbung finden sich längst veraltete Rollenbilder. Oder wie oft seht ihr einen Mann in einem Werbespot für Putzmittel – außer den Herrn mit der Glatze?

Das schreibt Eli Razkallah auf seinem Instagram-Account

„Last Thanksgiving, I overheard my uncles talk about how women are better off cooking, taking care of the kitchen, and fulfilling “their womanly duties”. Although I know that not all men think that way I was surprised to learn that some still do, so I went on to imagine a parallel universe, where roles are inverted and men are given a taste of their own sexist poison. “In a parallel universe” is a series of fictional images, recreated from real ads in the mad men era, that question modern day sexism: showing it through a humorous light to spark a conversation through role play – a conversation that we need to have, uncles.“

Die Original-Werbung aus den 50er Jahren:
Werbung
Neu:
Werbung
Der Künstler hinter den Bildern

Aufgewachsen ist Eli Rezkallah im kriegszerstörten Libanon. Sein Umfeld war geprägt von Frauen, die die sozialpolitische Situation ihres Landes verdrängten und gute Miene zur schwierigen Lage aufsetzten. Eli Rezkallah spielt mit dieser Verleugnung in seinen farbenfrohen Bildern und möchte einen Diskurs über den modernen Sexismus anstoßen. Die Bilder könnt ihr übrigens hier online als Print bestellen.

Die Original-Werbung aus den 50er Jahren:
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Neu:
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Die Original-Werbung aus den 50er Jahren:
WerbungNeu:
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Alle Fotos: Eli Rezkallah

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.