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VRENIS MITTWOCHSLESUNG: eETIQUETTE

früher war alles einfacher und außerdem bleibt alles anders.

in zeiten von facebook & co. kann ich mitten im jahr meinen geburtstag ändern und bekomme garantiert 100 nachrichten auf meine digitale pinnwand. was man früher per anruf oder very oldschool per post erledigte, wird heute mit emails oder statusupdates abgekaspert. der ton in der kommunikation hat sich verändert. darum ist es gut, dass manche menschen sich noch gedanken darüber machen, wie man im zaitalter des worldwideweb kommuniziert.

einen netten leitfaden bietet das buch eetiquette (nicolai verlag, € 7,95) – quasi eine netzknigge im taschenbuchformat. in 101 pixeligen ratschlägen erfahren wir, wie wir auch im internet gentleman und dame bleiben. höflichkeit 2.0 heißt das stichwort.

fragen wie „ist es ok, wenn ich eine „kontaktanfrage“ auf facebook ignoriere?“ oder „bin ich unhöflich, wenn ich im restaurant mein handy auf den tisch lege?“ werden in kurzen antworten behandelt.

am schönsten finde ich die ratschläge „nur r2d2 darf eine beziehung digital beenden“ (was ist denn mit c3po?), „überschätze nie deine digitalen freunde. über ein soziales netzwerk befreundet zu sein heißt nicht, freunde im realen leben zu sein“ und natürlich „google deine verabredung nicht vor dem ersten rendezvous – lass dich wenigstens ein paar tage lang verzaubern“.

viele ratschläge sind überflüssig – meint man. wenn ich dann jedoch wieder einmal eine email ohne anrede bekomme, merke ich, wie wichtig höflichkeit auch im netz ist. auch oder gerade wenn alles schneller geht, sollte man sich dennoch die zeit nehmen, um nette umgangsformen einzuhalten.

eetiquette hat eine eigene hübsche website, die ihr hier findet.

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.