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VIVID Grand Show

VIVID Grand Show – Wer kannst du sein?

Wer können wir sein? Wann haben wir das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Auf der Suche nach den Antworten, landeten wir in der neuen Revue des Friedrichstadt-Palastes, der VIVID Grand Show. neverever.me war für euch auf der Weltpremiere. 

Der Friedrichstadt Palast. Foto: Bernd Brüniert. Bildquelle: Presse - Friedrichstadt Palast.

Der Friedrichstadt-Palast. Foto: Bernd Brüniert. Bildquelle: Presse – Friedrichstadt-Palast.

Berlin Mitte. Friedrichstadt-Palast. Ein Haus mit Geschichte, ein Haus mit Traditionen. Ein Haus der Revue, der großen Show und der Künstler*innen. Allabendlich sorgen 182 Menschen dafür, dass ihr Publikum in den Bann gezogen wird. 27 Muttersprachen werden im Friedrichstadt-Palast gesprochen. Es gibt Atheist*innen, Angehörige der christlichen, jüdischen, muslimischen oder buddhistischen Glaubensrichtungen. Manch einer bringt ein Handicap mit sich, andere nicht. Verschiedene Hautfarben, verschiedene sexuelle Orientierungen. Worauf es ankommt im Friedrichstadt-Palast ist, dass, wenn es einmal darauf ankommt, sich alle gegenseitig schätzen, schützen und respektieren! „Respect each other“, dafür steht die größte Theaterbühne Europas. Und dafür durfte sie bereits gefeiert werden, bevor die Show losging.

LAS VEGAS IN BERLIN

Zum ersten Mal in der Geschichte des Palastes führt eine Frau Regie. Frauenpower im Friedrichstadt-Palast. Die Kanadierin Krista Monson, die eigentlich in Las Vegas lebt, arbeitete dort schon für Größen wie Céline Dion oder mit dem Designer Roberto Cavalli zusammen und bringt nun die große Show zurück auf die Berliner Bühne – mit einem Produktionsbudget von 12 Millionen Euro. Was darf bei einer richtigen Revue nicht fehlen? Richtig, die glamourösen Kostüme. „Revuecouture“ sozusagen. Stefano Canulli ist für das gesamte Kostümdesign zuständig. Noch weiter im Vordergrund steht bei VIVID Grand Show jedoch der Kopfschmuck. Hierfür engagierte man keinen geringeren als den weltberühmten Hutmacher Philip Treacy.

Krista Monson und Philip Treacy. Bildquelle: Presse - Friedrichstadt Palast.

Krista Monson und Philip Treacy. Bildquelle: Presse – Friedrichstadt-Palast.

DER VERRÜCKTE HUTMACHTER

Wer die ersten Szenen der neuen Show gesehen hat, ohne den Namen des Kopfschmuckdesigners zu kennen, der wird schnell merken, dass die Kreationen bekannt sind. Nicht nur das britische Königshaus trägt seine Designs (bis auf die Queen, die hat ihren eigenen Hutmacher). Am bekanntesten dürften aber wohl seine Entwürfe für Lady Gaga sein. Vivid im Gaga Look? Auch im Kostümdesign eine Inspirationsquelle. Tänzer in weit schwingenden Derwisch-Röcken mit nacktem Oberkörper. Ein Moment, in dem man bemerkt, dass es oft nicht viel braucht, um uns in den Bann zu ziehen. Eine Anlehnung an Gagas Alejandro-Ästhetik, die uns gefällt und zugleich fasziniert. Was sagt wohl die Lady selbst dazu?

Passion & Breath - ein Hauch von Lady Gagas Alejandro-Ästhetik.

Passion & Breath – ein Hauch von Lady Gagas Alejandro-Ästhetik. Bildquelle: Presse – Friedrichstadt-Palast.

DIE SUCHE NACH DEM SELBST

Doch was ist VIVID? Vivid bedeutet hell, lebendig, farbprächtig und strahlend. Im Wort selbst steckt das Kürzel ID – die menschliche Identität. Wisst ihr, wer ihr seid?

Die kleine R’eye wird von einem bezaubernden Guru direkt aus dem Saalpublikum in die magische VIVID-Welt gelockt. In eine Androidin verwandelt, erzählt VIVID Grand Show eine Geschichte, die wir alle kennen, alle durchlebt haben. Als Kind noch weltoffen und frei, werden wir von unseren Eltern, der Schule, der Universität, dem Job und unserem gesamten Umfeld geformt. Das Ergebnis: „Ein Korsett aus Anforderungen und Erwartungen“. Es schränkt unsere Freiheiten ein und unterdrückt unser Potenzial. Wollen wir diesem nicht alle entfliehen und herauswachsen? R’eye bricht aus ihrer fremdbestimmten Welt aus, um nach sich selbst und ihrem verborgenen Ich zu suchen. VIVID Grand Show nimmt uns mit, auf die Suche nach unserer wahren Identität.

VIVID GRAND SHOW FOR EUROVISON SONG CONTEST

Wer von euch schon einmal den Eurovision Song Contest gesehen hat, der weiß nicht nur um unsere Platzierungen sondern um den gewissen ESC-Sound. Das größte Fest der Popmusik hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen ganz eigenen Stil entwickelt. Der Song „Jungle Extravaganza“ der neuen Show ist perfektes ESC-Material. Komponist Dave Kochanski war in der Vergangenheit bereits für Künstlerinnen wie Britney Spears, der TV-Show American Idol oder Disney-ABC Television tätig. Songwriterin Jasmin Shakeri wurde mit dem Album „Hey“ von Andreas Bourani bereits vierfach mit Platin ausgezeichnet. Beste Voraussetzungen für einen Hit also. Wir möchten, dass der Friedrichstadt-Palast seine VIVID Grand Show mit dem Showmaster Andreas Bieber und „Jungle Extravaganza“ für den ESC 2019 in Tel Aviv für Deutschland an den Start schickt und ganz Europa (und Australien) verzaubert. „12 Points go to Friedrichstadt-Palast!“

PURE PEFEKTION: DER GIRL-TANZ

Was darf in der VIVID Grand Show nicht fehlen? Richtig, der Girl-Tanz! 32 Andriodinnen formatieren sich zu einer Reihe der Perfektion. In schwarzen Overall-Lackkostümen mit weißen Seitenstreifen und leuchtender Kopfbedeckung, tanzen sie den Revue-Klassiker „Cancan“. Was hier leicht aussieht, fordert nicht nur viel Übung, es kann auch schnell schiefgehen. Deshalb ist bei der Kickline höchste Konzentration gefordert. Hier fällt jeder Fehler jedem auf, nicht nur beim Hochschwingen der Beine. Während sich die leuchtenden Hutkreationen der Tänzerinnen von reinem Weiß bis hin zu den schillernden Farben eines Regenbogens einfärben, vermischen sich die Tänzerinnen auf der Bühne. Wer hier gleich nicht mehr an der richtigen Stelle steht, der wird mit rotem Licht zwischen zwei Grünen stehen. Aber was soll ich sagen: Natürlich hat es geklappt.

Die Kickline - Eine Tradition, die auch bei VIVID Grand Show nicht fehlen darf.

Die Kickline – Eine Tradition, die auch bei VIVID Grand Show nicht fehlen darf. Kopfschmuckdesign & Design Director: Philip Treacy | Kostümdesign: Stefano Canulli | Foto: Brinkhoff/Mögenburg. Bildquelle: Presse – Friedrichstadt-Palast.

„Das bin ich, mit allen Farben, die ich hab‘!“

Der Song VIVID, der Beginn neuer Zeiten – aber auch ein Rückblick. Denn an irgendwas erinnert er uns. Gesungen wird der deutschsprachige Song von Devi Ananda Dahm. Sie absolvierte ihr Gesangs-, Tanz- und Schauspielstudium an der Berliner Universität der Künste. VIVID ist ein Song, der Erinnerungen in uns wachruft. Hat Yvonne Catterfeld vielleicht einen ähnlichen Song? Kennen wir ihn vielleicht aus dem Radio? Wir konnten es bisher nicht herausfinden, an welchen Song er uns erinnert. Fest steht allerdings: Er bringt uns zurück in unsere Kindheit, in der Disney-Zeichentrickfilme von ihrer grandiosen Musik lebten. Auch Elsa würde ihn heute sicherlich singen. War da nicht was mit Frozen 2.0?

Die VIVID Grand Show stellt uns Fragen: Wer können wir sein? Wann haben wir das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Wie weit würden wir gehen, um glücklich und erfüllt zu sein? R’eye findet ihre Antworten und steht am Ende der großen Weltpremiere auf der Bühne, mit allem was sie an sich mag. „Mit jedem Fehler, jeder Angst, stehe ich hier“ – in dem Wunder, das Leben heißt!

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https://www.youtube.com/watch?v=Kd0KpiOPi-w

Stefan ist tapferes Schreiberlein, Stylist und Schöngeist. Seine Vorliebe für die Farbe Schwarz reicht von seinem Kater Jasper über Mode bis hin zum Schwerpunkt seines Kunstgeschichtsstudiums. Er sammelt Docs, hat ein Faible für Bundfaltenhosen, trägt jedoch trotz seines Nachnamens nie eine Uhr.