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Victorinox – Fun Facts zum Swiss Army Knife

[Werbung] Ich bin mit Victorinox aufgewachsen – Papa hatte im Urlaub immer ein Taschenmesser parat. Jetzt durfte ich im Werk in der Schweiz sogar selbst ein Messer zusammenbauen.

Wie hab ich das früher geliebt, wenn bei der Sendung mit der Maus Berichte aus Fabriken kamen. Arbeitsabläufe haben mich schon immer fasziniert. Wenn aus Einzelteilen in fließenden Schritten eine Einheit wird, schaue ich ganz genau hin. Deshalb liebe ich den Blick hinter die Kulissen.

Bei Victorinox durfte ich auch selbst Hand anlegen und mein eigenes Schweizer Taschenmesser zusammenbauen. Heute ist das die Ausnahme, weil natürlich auch das Zusammensetzen automatisiert ist – dazu aber jetzt mehr in den Fun Facts.

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10 Fun Facts zu Victorinox

1. Der Name hat mitnichten etwas mit Victory zu tun, wie viele glauben. Er setzt sich zusammen aus dem Namen der Mutter des Gründers, nämlich Victoria, sowie der internationalen Bezeichnung für rostfreien Stahl, Inox.

2. Pro Tag werden in der Fabrik 120.000 (!!) Messer hergestellt für 900 verschiedene Modelle. 26 Millionen sind es pro Jahr.

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3. Das Offiziersmesser Swiss Champ wird in über 500 Arbeitsschritten gefertigt und danach von Hand montiert. Es besteht aus 118 Einzelteilen, zählt 83 Funktionen, wiegt gut 350 Gramm und hat eine Höhe von 65mm.

4. 90 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, in über 120 Länder.

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5. 2100 Personen arbeiten weltweit für Victorinox, davon 950 Personen am Hauptsitz in der Schweiz.

6. Der jährliche Umsatz des Unternehmens beträgt 500 Millionen Schweizer Franken.

7. Im Jahr 2000 wurde das gesamte Aktienkapital zwei Stiftungen zugeführt. Sämtliche Familienmitglieder, die Aktien besaßen, haben damit freiwillig auf ihr Erbe verzichtet und langfristig gesehen der Firma die Unabhängigkeit gesichert. Komplizierte Erbteilungen, welche das Unternehmen finanziell schwächen würden, sind ausgeschlossen. 90 Prozent der Aktien wurden in die Victorinox-Unternehmensstiftung eingebracht. Die restlichen 10 Prozent gingen in die Carl und Elise Elsener-Gut Stiftung, die karitative Hilfsprojekte weltweit unterstützt.

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8. Nach 9/11 brachen die Umsätze der Firma um 30% ein – das Unternehmen geriet in eine Krise. Dennoch musste kein Mitarbeiter entlassen werden. CEO Carl Elsner sagt dazu: „9/11 war der härteste Schlag in der jüngeren Geschichte von Victorinox. Rückblickend gesehen, konnten wir die schwierige Situation relativ gut meistern – nicht zuletzt dank unserer Reserven, die wir in guten Zeiten bilden. Zudem zeigten sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerst verständnisvoll und flexibel. Sie boten Hand für Lösungen, so dass wir am Ende keine Kündigung aussprechen mussten. Mein Vater hat es fertiggebracht, dass er nie jemanden aus wirtschaftlichen Gründen entlassen musste. Ich werde alles daran setzen, dass dies so bleibt.“

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9. Das Wohl der Mitarbeiter steht bei Victorinox im Mittelpunkt. Das zeigt sich zum Beispiel an der so genannten Balance Time: Zweimal am Tag unterbricht das komplette Werk die Arbeit, um Entlastungsübungen für den Körper zu machen. Seit der Einführung diese Balance Time sind Krankheitsmeldungen um ein Vielfaches zurückgegangen.

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10. Victorinox Messer retten Leben. So zum Beispiel 1976, als die Passagiere eines Inlandfluges der Indian Airlines bange Minuten erlebten. Eine junge Mutter schrie verzweifelt nach Hilfe, weil ihr Kind an einem Bonbon zu ersticken drohte. Zunächst wurde versucht, das Kind mit Sauerstoff zu retten – erfolglos. Ein Arzt an Bord entschloss sich zu einem Noteingriff, da sich das Kind in einem sehr kritischen Zustand befand. In der bordeigenen Sanitäterkiste fehlte ein Operationsmesser. Ein Passagier überreichte dem Arzt ein neues, sauberes und scharf geschliffenes Schweizer Offiziersmesser. Der Arzt setzte zu einem Luftröhrenschnitt an und das Kind überlebte. Als die Maschine kurz darauf in Bangalore landete, wurde das Kind sofort ins Krankenhaus eingeliefert. In der Folge war nicht einmal eine Infektion eingetreten.

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Victorinox stellt nicht nur Messer her. Mittlerweile umfasst das Sortiment auch Uhren, Reisegepäck und sogar Parfum ist mit dabei. Mich hat die Unternehmensführung schwer beeindruckt, die uns der CEO Carl Elsener dargelegt hat. Ehrlichkeit, Vertrauen, Respekt, Dankbarkeit, aber auch Bescheidenheit gehören zu der Firmenkultur. Davon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.

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Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.