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Verkanntes Fichtelgebirge – ab ins Frankenland!

[Pressereise] Fichtel… was?! Noch nie gehört. Das Fichtelgebirge hatte ich bisher so gar nicht auf dem Schirm. Zum Glück hat sich das jetzt geändert, denn ich war dort und verrate euch: Ich bin begeistert. Los, kommt mit! 

Wir haben es schon häufiger erwähnt, für einen richtig tollen Kurzurlaub muss man nicht um die halbe Welt fliegen, sondern kann sich vor allem auch in Deutschland umschauen, welche attraktiven Reiseziele direkt vor unserer Haustür liegen. Quasi einen Katzensprung entfernt von Berlin liegt das wunderschöne Fichtelgebirge, das wir vor Kurzem genauer erkundeten. Spoiler Alarm: Das Fichtelgebirge ist mehr als eine Reise wert! Wir kommen bestimmt wieder!

Fichtelgebirge Felsenlabyrinth

Eingebettet zwischen dem Nordosten Bayerns und dem Nordwesten Tschechiens erwartet einen ein wunderschönes Mittelgebirge, das neben tollen Aktivitäten so einige Attraktionen zu bieten hat. Fernab vom Großstadtdschungel kann man hier entweder die Seele baumeln lassen oder sportlich aktiv werden. Und das ganz unabhängig von der Jahreszeit. Sowohl im Sommer als auch im Winter hat das Gebirge für jeden Urlaubstyp das richtige Angebot.

Egal ob Wandern, Radfahren oder Wintersport, hier kommen eure müden Knochen ordentlich in Schwung. Und wer genug von sportlicher Aktivität hat, kann direkt zum schönen Teil übergehen: Wellness.

Fichtelgebirge

Was du im Fichtelgebirge machen solltest

Wandern in einem Naturwunder

Unser absolutes Highlight des Trips war auf jeden Fall das Felsenlabyrinth Luisenburg. Gut ausgerüstet ging es für uns ins größte Felsenlabyrinth Europas – eine Mischung aus klassischem Wandern und aufregendem Abenteuer. Zwischen riesigen Felsbrocken und durch einzigartige Höhlen und Schluchten führte uns der Weg durch das sagenumwobende Gelände. Über einen angelegten Rundweg konnten wir die Besonderheiten dieser eindrücklichen Landschaft erleben und waren am Ende total geflasht von diesem Naturschauspiel. Von unserer Seite also eine große Empfehlung. Nicht entgehen lassen solltet ihr euch außerdem die diversen Berge und Gipfel im Fichtelgebirge. Hier seht ihr sogenannte Block- oder Granitmeere, abenteuerliche Felsformationen und wahre Naturschauspiele.

Tipp: Unbedingt festes Schuhwerk anziehen, denn es geht wortwörtlich über Stock und Stein!

Fichtelgebirge Blockmeer

Europas größtes Porzellanmuseum

Das Fichtelgebirge ist berühmt für sein Porzellan. Ein Halt im Porzellanikon gehört deswegen zum absoluten Pflichtprogramm. Im größten Porzellanmuseum Europas erwartet euch eine spektakuläre Auswahl an hochrangigen Porzellanherstellern: Rosenthal, Hutschenreuther, Schönwald, Bauscher und Seltmann – alles Marken von Weltrang. Wenn dir jetzt ein leichtes Kribbeln durch den Körper ging, solltest du dieses Highlight auf keinen Fall verpassen. Das Porzellanikon bietet neben den regulären Exponaten auch immer wieder Sonderausstellungen und eigene Informations- oder Filmabende. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich zum Beispiel der Bauhauskunst: Reine Formsache.

Fichtelgebirge Porzellanikon

Mitmachen ist im Porzellanikon auch kein Problem, an zahlreichen Stationen wird gezeigt, wie beispielsweise eine Zuckerdose entsteht, wie porös Porzellan vor dem Brand ist oder wie Porzellan bemalt wird. Gefährlich: Fast nebenan befindet sich das Rosenthal Outlet. Ratet, wer die zwei größten Vasen kaufen und mit dem Zug nach Berlin schleppen musste… Guilty!

E-Bike-Tour mit dem Fichtelrad

Beim Begriff E-Bike dachte ich erstmal an gemütliches Cruisen auf einem Damenrad, vorbei an Feldern und Blumenwiesen. Da hatte ich die Wette noch nicht mit Frank vom Fichtelrad gemacht. Der betreibt nämlich einen E-Mountainbike Verleih und bietet entsprechende Touren an. Mit Frank geht es erstmal Downhill. Das ist ziemlich abenteuerlich und erfordert einiges an Balanceakt, wenn man nicht auf den Wurzeln, Steinen und Matschpfützen wegrutschen will (ist mir trotz höchster Aufmerksamkeit dennoch 500m vor Ziel passiert – byebye weiße Schuhe, hallo Prellung). Zum Glück gibt es aber hauptsächlich befestigte Wege über Schotter und Wiesen. Und eins sage ich euch – Dank Elektroantrieb habe auch ich es über 19km Stock und Stein, bergauf und bergab geschafft und es war toll! Das nächste Mal weiß ich dann auch vorher, was auf mich zukommt und kleide mich entsprechend…

Also Merke: Beim Fichtelrad gibt es keine Stadträder mit Elektromotor, sondern waschechte Mountainbikes, die dank Elektroantrieb so richtig Gas geben. Die Tour ist ein Mix aus entspannt durch den Wald radeln und Downhill mit (wer will) Vollkaracho über Wurzel und Stein. Wer wagemutig ist, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Man kann die Bikes entweder selbst ausleihen oder eine Tour buchen, die durch die Berge führt.

Fichtelgebirge Blockmeer

Besuch im Erika-Fuchs-Haus

Zugegeben, mit Comics hatten wir im Fichtelgebirge jetzt wirklich nicht gerechnet und die Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Als wir aber im Erika-Fuchs-Haus ankamen, wurden wir direkt umgestimmt. Das Museum für Comic und Sprachkunst hat tatsächlich einiges zu bieten und ist auch für Nicht-Comic-Fans ein Erlebnis. Neben der Dauerausstellung von allgemeiner Comicgeschichte über die Welt von Entenhausen bis hin zum Leben von Erika Fuchs bietet das Museum auch immer wieder Sonderausstellungen, in denen spezielle Themen und Künstler*innen aufgegriffen werden. Erika Fuchs lebte seit 1933 im Fichtelgebirge und arbeitete als Übersetzerin für die berühmten Donald-Duck-Geschichten und das Micky-Maus-Magazin.

Fichtelgebirge Erika Fuchs Haus

Das Museum lädt an fast jeder Stelle zum Mitmachen ein. So kann man durch Entenhausen schlendern und in Dagoberts Speicher ein Bad nehmen, selbst zum Comicautor werden und lustige Zeilen erfinden oder aber sich an Donald & Co. mittels Magnetschablonen in diversen Mimiken üben. Das Museum hat auch eine Comic-Bibliothek, in der man vom Klassiker bis hin zur ausgefallenen Geschichte wunderbaren Lesestoff findet.

Schlafen und speisen

Hotel Siebenquell

Das Hotel Siebenquell möchte ich euch besonders ans Herz legen. Nicht nur wegen der gemütlichen Zimmer und den herzallerliebsten Mitarbeitern, sondern auch wegen dem unglaublich tollen Angebot. Zunächst zum Kulinarischen: Ich bin eigentlich kein großer Fan von Buffets, vor allem nicht beim Abendessen. Hier war das komplett anders. Von der Forelle bis hin zum Kirsch-Pannacotta schlägt hier mein Schlemmerherz höher. Ich habe wirklich selten so ein gutes Buffett durchgefuttert.

Nach dem Essen sollst du bekanntlich ruhen, deshalb ab in die Therme. Hier lockt die Gesundzeitreise mit acht verschiedenen Räumen. Wie wäre es mit Sandbaden? Oder wollen wir doch lieber im Salzwasser floaten? Die Heil- und Mineralienbäder helfen unserem Körper bei den verschiedensten Wehwehchen – von Müdigkeit bis hin zu Verdauungsproblemen. Richtig schwimmen kann man in den diversen großen Becken natürlich auch. Wer die Sauna liebt, der kommt ebenfalls voll auf seine Kosten. Nach der Biersauna gibt’s zum Beispiel ein Stamperl zum Trinken und während ihr in der Bäckereisauna schwitzt, werden frische Brötchen gebacken, die ihr anschließend verspeisen dürft. Am besten kommt ihr abends zwischen 20 bis 22 Uhr, da seid ihr dann fast alleine. Herrlich! Wer sportlich noch nicht ausgelastet ist, kann sich im Studio beim Fitnessprogramm inklusive angebotener Kurse des Hotels auspowern.

Fichtelgebirge Siebenquell

Rosenthal Casino

Fantastisch gegessen haben wir im Rosenthal Casino. Dabei handelt es sich nicht um eine Spielcasino, sondern um feinste Küche mit hochwertigen, frischen Produkten, die sorgfältig zu einer aromatischen Folge verarbeitet werden: Regionale Bio-Produkte treffen hier auf frische Kräuter aus dem Garten oder exklusive Luxusgaumenschmankerl, die so ein leckeres Zusammenspiel aus regionaler und internationaler Küche bilden. Uns läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen.

Fichtelgebirge

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.