TOP
urlaub auf sri lanka

Urlaub auf Sri Lanka – das Reiseziel für 2019

Na, für 2019 Reisepläne? Wie wäre es mit grünbehangenen Gebirgen, kilometerlangen Sandstränden und exotischen Tieren? Das alles bietet ein Urlaub auf Sri Lanka gepaart mit einer Gastfreundschaft, die einen verzaubert. 

Sri Lanka

Je weiter es ins Innere der Insel geht, desto atemberaubender wird die Landschaft.

Der Reiseführer Lonely Planet Best in Travel listet jedes Jahr die Top-Ten-Reiseländer für das kommende Jahr auf. Auf Platz eins der Länder für 2019: Sri Lanka. Das hat viele Gründe, denn neben der unberührten Natur bietet die Insel einen Mix aus Religion und Kultur, aus alten buddhistischen Tempeln und neuen Hotels, aus Nationalparks und einer immer größer werdenden Surferszene. Wir haben uns drei Wochen dem Zauber der Insel hingegeben und können vorab schon verraten: Urlaub auf Sri Lanka lohnt sich!

Sri Lanka

Die Strahlende Insel (Sri = strahlend, Lanka = Insel)

Das Tolle an Sri Lanka ist: ihr könnt das ganze Land entdecken und von allem etwas sehen, denn die Insel im indischen Ozean ist ungefähr so groß wie Bayern. Ein Größe, die mit dem Zug super zu entdecken ist. Die Zugfahrt (Colombo – Ella) ist eines meiner Highlights und wirklich zu empfehlen. Wir sind in Colombo, der Hauptstadt, gestartet und mit dem Zug von dort zunächst nach Kandy gefahren.

urlaub auf sri lanka - Kandy

Kandy ist sehr laut und stressig. Die Umgebung lohnt sich mehr.

Kandy, eine sehr umtriebige und laute Stadt mit 125.000 Einwohnern, lockt weniger mit den von Tuk Tuks überfüllten Straßen, als mit den Tempeln, dem bergigen Umland sowie dem Botanischen Garten von Peradeniya. Wir verbringen zwei Nächte im Queens Hotel. Das Hotel eröffnete 1844 seine Türen und beherbergte schon Berühmtheiten wie Hermann Hesse im Jahr 1911. Nicht die günstigste Adresse in Kandy mit 35€ pro Doppelzimmer. Generell gibt es in Sri Lanka sehr kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten ab 7€ im Hostel bis zu 25€ für ein schönes Doppelzimmer. Die zentrale Lage des Queens Hotel ist zum Erkunden der Stadt perfekt. Direkt gegenüber liegt der Zahntempel Sri Dalada Maligawa. Der Tempel beherbergt die Reliquie des Buddhas – und zwar seinen Eckzahn. Einen Nachmittag verbringen wir im Tempel und erleben die trommelnden Pujas, die dreimal am Tag (5:30, 9:30 und um 18:30) zur Trommel greifen.

Zugfahrt Sri Lanka

Die Zugfahrt Kandy – Ella

Wir buchen ein Ticket in der zweiten Klasse, denn die erste Klasse ist komplett verglast und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Das scheint nur auf den ersten Blick besser zu klingen, aber es ist um einiges schöner den Fahrtwind im Gesicht zu spüren oder sogar in den offenen Türen zu sitzen und die Landschaft an einem vorbeirauschen zu lassen. Für die Distanz von 150 Kilometern benötigt der Expresszug sechs bis acht Stunden. Es ist also eher ein Tuckern vorbei an Teeplantagen, kleinen Dörfern und winkenden Einheimischen. Ab ins Landesinnere.

Sri Lanka

Die Zugfahrt führt an vielen kleinen Dörfern vorbei.

Ella liegt im Hochland. Das letzte Drittel der Zugfahrt ist eine atemberaubende Fahrt an den Hängen der Gebirge, mitten durch die Wolkendecke. Haltet die Kameras bereit, es lohnt sich! Tipp: Setzt euch in Fahrtrichtung auf die rechte Seite, hier habt ihr die meiste Zeit eine bessere Sicht ins Tal. Und nehmt etwas Warmes zum Anziehen mit, die Höhenmeter machen einen Unterschied von fast 10 Grad.

Sri Lanka

Eine typische Teeplantage im Hochgebirge.

Urlaub auf Sri Lanka – Natur Pur in Ella

In Sri Lanka ist es typisch in Home Stays zu schlafen. Das heißt, Einheimische bieten hübsch hergerichtete Zimmer zur Übernachtung an. Es ist oft viel persönlicher als ein Hotelzimmer und ihr kommt mit den Bewohnern ins Gespräch. So auch unsere Unterkunft in Ella, das Mount Wood Star, welches wenige Kilometer außerhalb des Stadtkerns liegt. Die zwei Zimmer des Home Stays bieten eine unglaublich schöne Aussicht ins Tal, selbst vom Bett aus könnt ihr durch ein Panoramafenster die Affen auf den Bäumen beobachten. 

Home Stay Sri Lanka

Unser Home Stay in Ella, das Mount Wood Star.

Die Umgebung von Ella lädt zum Wandern ein: Adams Peak, Ella Rock oder doch zur Nine Arch Bridge. Wir verbringen drei Tage hier und genießen die vielen Angebote, wie beispielsweise ein Kochkurs im Ella Space Garden, in dem wir verschiedene traditionelle Currys zubereiten. 

Sri Lanka

Nine Arch Brigde in Ella.

Auch wenn die Stadt Ella sehr touristisch geprägt ist, schafft sie es auf meiner persönlichen Top-5-Must-See Liste auf den ersten Platz. Das liegt an der wilden und unberührten Natur, an den Gebirgen und der Aussicht ins grüne Tal. Mein Tipp: Bucht das Hotel oder Home Stay außerhalb von Ella. Zwar müsst ihr dann in die Stadt ein Tuktuk nehmen oder zu Fuß laufen, dafür habt ihr nicht den Lärm der Restaurants und Bars.

Sri Lanka - Tuk Tuk

Tuk Tuks sind das Fortbewegungsmittel in Sri Lanka.

Auf in den Süden

Von Ella fahren wir ganz dekadent mit einem Taxi in den Süden nach Polhena. Die Fahrt dauert circa vier Stunden und kostet 50€. Günstiger ist es mit einem der lokalen Busse zu fahren oder ihr fragt in eurer Unterkunft, ob noch andere Reisende in den Süden möchten, so könnt ihr euch das Taxi teilen. Leider gibt es keine gute Zugverbindung von Ella nach Polhena. Polhena liegt an der Küste und nicht selten könnt ihr hier Schildkröten in freier Wildbahn beobachten. Leider entdecken wir keine Schildkröten und auch der Strand sieht etwas vermüllt aus, dazu schnüffeln hier rund 60 freilaufende Hunde herum, die überall am Strand ihre Notdurft hinterlassen. Daher beschließen wir mit einem Tuk Tuk weiter nach Weligama zu fahren.

Weligama - Sri Lanka

Der Strand in Weligama war viel sauberer als in Polhena.

Weligama bedeutet übersetzt Dorf im Sand, und so verwundert es nicht, dass die Stadt in einer 4km langen Sandbucht liegt, die vor allem bei Surfer*innen sehr beliebt ist. Auch wir versuchen uns auf dem Board. Fünf Tage surfen wir morgens und nachmittags und genießen the surfer way of life im Surfcamp Surf’n’Lanka. Mit einigen blauen Flecken, einer geprellten Rippe und einer inneren Zufriedenheit geht es dann schließlich wieder zurück Richtung Colombo.

Surfen in Weligama

Ich war das erste Mal Surfen und dank der tollen Surf School auch nicht das letzte Mal. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Zwischenstopp: Jungle Beach

Wir entscheiden uns einen Zwischenstopp in Unawatuna einzulegen. Der kleine paradiesische Ort an der Westküste Sri Lankas rühmt sich als schönster Strand Sri Lankas. Das war bestimmt bevor die Rucksacktourist*innen den Ort für sich entdeckten. Trotzdem ist Unawatuna eine Reise wert. Wir nächtigen im Jungle Village Thawtisa, welches unweit des Jungle Beach liegt. Die kleine Bucht ist über einen Trampelpfad zu erreichen. Der Abstieg über den Pfad zum Strandabschnitt beeindruckt uns mehr, als der Strand selbst. Der Name Jungle Beach passt perfekt, denn es fühlt sich tatsächlich so an, als würden wir mitten durch einen Dschungel streifen. Sehr empfehlenswert!

Jungle Beach - Sri Lanka

Der Trampelpfad zum Jungle Beach.

Wir kommen wieder

Drei Wochen Urlaub auf Sri Lanka vergehen schneller als gedacht. Wir haben weder den so empfohlenen Osten gesehen, noch das kulturelle Dreieck. Auf unserer To-Do-List für die nächste Sri Lanka-Reise: Mindestens einen der 14 ausgewiesenen Nationalparks besuchen. Die Artenvielfalt ist eine der Größten weltweit auf so kleinem Raum, da wir jedoch direkt von einer 17-tägigen Safari in Simbabwe und Botswana anreisten, ließen wir die Tiere Sri Lankas außen vor. Generell sagt man, dass die kleineren Nationalparks schöner seien, als die Großen, die mittlerweile sehr überlaufen sind. Davon überzeugen wir uns beim nächsten Mal!

Essen & Trinken

Die Küche Sri Lankas lebt von kräftigen Gewürzen und (Achtung) scharfen Currys. Wir Tourist*innen bekommen meist ein abgeschwächtes Curry, da wir die Schärfe gar nicht gewohnt sind. Zum Frühstück gibt es Roti und Coconut Samba. Letzteres wird zu fast jeder Speise gereicht und besteht aus Kokosnussraspeln, Chilli, Salz und manchmal Zwiebeln. Unterwegs, auch in den Zügen, könnt ihr Samosas als Snacks kaufen. Die mit Gemüse gefüllten Teigtaschen sind aus der Küche Sri Lankas nicht mehr wegzudenken.

King Coconut

Die King Coconut – erst trinken, dann essen.

Zum Trinken empfehle ich eine King Coconut, die schon seit Jahrhunderten auf der Insel gezüchtet wird. Sie zeichnet sich durch besonders viel Fruchtwasser aus und sobald ihr die Kokosnuss ausgetrunken habt, öffnet der Verkäufer die Schale und ihr könnt das Fruchtfleisch herausschaben. Vorzüglich!

Einreisebedingungen

Für deutsche Staatsbürger*innen besteht eine Visumspflicht, die ihr ganz easy online beantragen könnt. Das Visum kostet 30 Dollar und ist für einen Monat gültig. Von Deutschland aus gibt es leider keinen Direktflug mehr nach Colombo. Oft gibt es einen Zwischenhalt in Doha. Kostenpunkt zwischen 900€-1600€ für den Hin- und Rückflug je nach Fluggesellschaft. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka ist seit 10 Jahren vorbei, trotzdem gibt es immer mal wieder innenpolitische Spannungen. Aktuelle Ereignisse und Hinweise findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Die perfekte Reisezeit

Das Wetter auf Sri Lanka wird stark vom Monsun beeinflusst. Theoretisch lohnt es sich, das ganze Jahr auf die Insel zu fliegen, es kommt nur drauf an, wohin ihr reisen möchtet. Die Ostküste bietet sich zwischen März und November an, die West- und Südküste zwischen November und April. Für das zentrale Bergland sowie das kulturelle Dreieck ist die Hauptreisezeit zwischen März und November. Wir waren im Oktober vor allem an der Südküste. Zwar hat es ab und an geregnet, aber die Sonne kam immer wieder hervor. Aufgrund der Nebensaison war auch weniger los.

Sri Lanka – Noch ist es ein Paradies

Es ist schade, dass es oftmals ein Problem darstellt, wenn ein Ort für den Tourismus interessant wird. So auch in Sri Lanka. Der Tourismus boomt, eine Hotelanlage nach der nächsten schießt aus dem Boden. Alle wollen am Tourismus verdienen – was auch verständlich ist. Quantität statt Qualität lautet das Motto, welches die Natur stark belastet. So besuchten im Jahr 2009 noch weniger als 500.000 Menschen die Insel, 2018 waren es schon 2,1 Millionen Urlauber*innen. 

Für mehr Reiseinformationen empfehle ich den Stefan Loose Reiseführer, der uns sehr geholfen hat.

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.