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Konzentration im Home Office – so klappt’s

Home Office – für die einen ein Ort absoluter Ruhe und Konzentration, für die anderen ein Alptraum an Ablenkungen. Hier kommen meine Tipps für den perfekten Arbeitstag zuhause.

Arbeiten von Zuhause aus bedeutet nicht, dass du acht Stunden konzentriert vor dem Rechner sitzen musst. Natürlich darfst du das Privileg auch voll ausnutzen und eine Waschmaschine anschmeißen oder dir etwas Leckeres zum Mittagessen brutzeln. Auch ein Spaziergang im Kiez ist voll drin in deinem Tagesablauf. Warum? Weil die Zeit locker ausreicht. Unsere Konzentrationsphasen sind so kurz und gleichzeitig so intensiv, wenn wir aus den Vollen schöpfen. Oft komme ich mit 3 Stunden konzentrierter Arbeit im Home Office besser aus als mit einem 8-Stunden Tag im Büro, in dem ich ständig abgelenkt werde und gehetzt an zehn Teilaufgaben gleichzeitig sitze.

home office

In der Organisation liegt die Kraft, so mein Home Office Mantra. Das sind meine Schritte, um konzentriert zu arbeiten:

 

1. Ich stehe morgens auf und mache mir einen Kaffee oder eine Kanne Tee. Dann setze ich mich gemütlich hin und schreibe einen kurzen Plan für den Tag mit allen Aufgaben, die ich erledigen will. Sind es besonders viele, enthält meine To Do Liste exakte Zeiten für Arbeits- und Ruhephasen.

2. Frühstück. Muss sein.

3. Ab ins Bad, frisch machen. Jogginghose an und ab an den Schreibtisch.

home office made.com

4. Ich checke eine Stunde lang Emails und bespreche mich dann mit meiner Projektmanagerin sowie meinen Redakteurinnen. Das funktioniert bestens am Telefon und alle sind gewappnet für den Tag, die Aufgaben verteilt und es kann los gehen.

5. Das Emailprogramm wird ausgeschaltet und das Handy möglichst weit weg gelegt, sofern ich keine Anrufe erwarte. Nur so kann ich dem Drang widerstehen, die kleinen roten Nummern, die bei neuen Nachrichten aufpoppen, ständig anzuzeigen. Ich rette mich also vor mir selbst.

home office

6. Jetzt gehe ich meinen Plan konzentriert für 2-3 Stunden durch. Manchmal bin ich danach schon so weit, dass ich den Nachmittag ganz entspannt angehen kann und mir erst einmal ein köstliches Mittagessen zaubere. Dann merke ich immer, wie viel Zeit ich im Büro durch völligen Schwachsinn vergeude, weil ich mich einfach zu schnell ablenken lasse. 25 Minuten dauert eine echte Konzentrationsphase, sagt man. Am besten stellt ihr euch bei jeder Aufgabe einen Wecker und macht dann 5-10 Minuten Pause. Den Wecker am besten nicht auf dem Smartphone nutzen, weil dann die Versuchung zu groß ist, doch mal kurz auf Instagram und Co. vorbei zu schauen.

7. Am späten Nachmittag folgt nochmal ein Telefonat mit meinen Kolleginnen. Wenn danach nichts Dringendes mehr ansteht, bespiele ich noch meine Social Media Kanäle und checke den Blogpost für den nächsten Tag. Fertig.

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Wie selten ich selbst einen solchen, optimalen Tag hinbekomme, merke ich, während ich diesen Blogpost schreibe. Dabei ist es so unglaublich motivierend, Listen abstreichen zu können. Es ist ein stetiger Prozess, konzentriert zu arbeiten. Immer wieder falle ich in alte Muster zurück und merke dann nach einigen Wochen, dass ich getresst und schlapp bin. Das muss nicht sein. Deshalb befolge ich regelmäßig wieder meine eigenen Tipps, die ich euch oben notiert habe und muss auch wieder von vorne anfangen. Das Schöne ist aber, dass schon ein einziger, organisierter Tag wieder so viel Zufriedenheit bringt. Da ist dann Hinfallen und wieder Aufstehen nur noch halb so wild.

papagei keramik

made.com

Ich bin so viel unterwegs und genieße jeden Tag, den ich im Home Office verbringen kann. Wenn Willi und Flip neben mir auf dem Schreibtisch dösen und ich glückselig meine Arbeit erledige, dann ist es ein perfekter Tag. Wichtig ist mir außerdem ein buntes und kreatives Umfeld. Das fängt schon bei meinem Schreibtisch an. Ich habe mir gerade einen neuen zugelegt, in Eiche und Mintgrün von Made.com (499€, auch der Stuhl kommt von Made.com). Mein Tisch hat ein verstecktes Fach in der Mitte, wo ich allen Kram einfach reinschmeißen kann. Außen hui, innen Chaos – naja, nicht immer, denn auch Chaos macht unterbewusst Stress. Wenn sich da im Fach die Rechnungen und unbeantworteten Briefe stapeln, dann kann ich auch nicht entspannt arbeiten. Deshalb mache ich regelmäßig im wahrsten Sinne des Wortes reinen Tisch – denn ich liebe meine neue Arbeitsecke.

kitsch kitchen

jo and judy

Besonders gut lässt sich euer Tag mit einem Vordruck organisieren. Da gibt es so schöne Orga-Blöcke und Schreibtischunterlagen, zum Beispiel bei Jo & Judy. Eure To Do Liste zu erstellen, kann auch meditativ sein, wenn ihr sie bunt gestaltet. Seht das ruhig als Entspannungszeit für euch an. Bei meinen Home Office Tagen hilft mir außerdem Teammitglied Hermann – die Blumenvase (so habe ich ihn getauft, in Wahrheit ist es Señor von KitschKitchen). Solche kleinen kreativen Dinge machen mir jeden Tag gute Laune, genauso wie meine Inspirations Wand, die ich mit meinen liebsten Fotos und Postkarten vollklebe.

Ihr seht, an meinem Arbeitsplatz wie auch in meinem restlichen Leben geht es ziemlich bunt zu. Ordnung ist eben doch nur das halbe Leben, die andere Hälfte besteht aus Leidenschaft, Abenteuern und einem Feierabenddrink.

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bengalkatze

benuta teppich

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.