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Entschleunigt wandern – Slow Trails in Kärnten

Pressereise

Ihr wollt entspannten Urlaub in den Bergen, ohne hohe Gipfel zu erklimmen? Die neuen Slow Trails in Kärnten sind facettenreiche Wandertouren in den Alpen – langsam, genussvoll und in traumhafter Natur.

Denkt man an Wanderurlaub in Österreich, so kommen einem direkt hohe Gipfel und ellenlange Routen in den Sinn. Als ich letzte Woche in Kärnten ankam, wurde mir schnell klar, dass die Uhren hier ein wenig anders ticken – und zwar langsamer. Die Region ist nämlich nicht für ihre ausgiebigen Mountainbike- oder Bergsteigergebiete bekannt, sondern vielmehr für Genuss in all seinen Facetten. Ganz konkret bedeutet das: Leckere traditionelle Küche aus regionalen Zutaten, die wärmsten Badeseen im gesamten Alpenraum, schöne Hotels von urig bis modern und eine traumhafte Landschaft, die man ganz bequem zu Fuß erkunden kann. Zum Beispiel auf den neuen Slow Trails, die entlang verschiedener Kärntner Seen zum entschleunigten Wandern einladen.

slow trails

Entschleunigtes Wandern

Bei den Slow Trails handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der fünf Kärntner Seedestinationen Millstätter See, Region Villach, Wörthersee, Klopeiner See und der Region Nassfeld. Die entspannten Rundwege sind maximal zehn Kilometer lang und haben nicht mehr als 300 Höhenmeter. Alle Routen dauern höchstens drei Stunden und befinden sich jeweils in Sichtweite von sechs der schönsten Kärntner Seen. Ein erfrischender Sprung ins Kühle Nass ist während der Wanderung oder im Anschluss also immer garantiert!

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Bis Ende des Jahres sind insgesamt 16 Slow Trails geplant, ihr erkennt sie an dem einheitlichen Symbol zweier Bootspanten, außerdem gibt es Sitzbänke, Hängematten oder Plattformen im gleichen Holzdesign. An unseren drei Tagen in Kärnten konnten wir vier der Slow Trails entspannt entdecken. Gleich mehrere Wege anzusehen lohnt sich übrigens sehr, denn hier ähnelt keiner dem anderen und jeder Weg erzählt seine eigene Geschichte. Ein kurzer Überblick:

Slow Trail Zwergsee 

Der Weg windet sich sanft bergauf und bergab durch verwunschene Wälder. Wer einmal Waldbaden möchte, also ganz bewusst in die Natur eintauchen und den Wald positiv auf sein Wohlbefinden wirken lassen möchte, der ist hier und auf den anderen Slow Trails genau richtig. Highlight des Weges ist die hölzerne Waldbühne auf der Luschan Höhe, von der man aus erster Reihe direkt auf den wunderschönen Millstätter See blickt. Anschließend geht es weiter zum abgelegenen Zwergsee und Klieberteich sowie entlang duftender, bunter Blumenwiesen und durch das malerische Örtchen Kleindombra.

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Slow Trail Mirnock

Etwas mehr anstrengen muss man sich beim Mirnock-Weg – der Aufstieg ist recht lang und steil. Oben angekommen, wird man dafür allerdings mit einer grandiosen Aussicht (und abends mit einem romantischem Sonnenuntergang) über dem Millstätter See belohnt. Wir erreichten das Ziel zwar im Nebel, doch dadurch war die Atmosphäre wunderbar mystisch und passte noch besser zur Sage des Mirnock-Riesen, dessen Heimat sich dort oben befindet. Er thronte einst am Mirnock und war in eine wunderschöne Fischerstochter vom Feldsee verliebt. Weil er sie nicht bekommen konnte, warf der Riese aus Zorn die Spitze des Mirnocks in den Feldsee, wodurch sich das Gewässer in den heutigen Brenn- und Afritzer See teilte.

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Slow Trail Ossiacher See 

Der Slow Trail am Ossiacher See verbindet Natur mit Kultur und ist somit besonders abwechslungsreich. Direkt am Eingang des Weges liegt das Steinhaus des Architekten Günther Domenig, was durch seine außergewöhnliche Bauweise direkt ins Auge sticht. Das geometrische Gebilde aus Stahl, Glas und Beton gilt als bekanntestes Werk der Kärntner Gegenwartsarchitektur und wird heute vor allem als Veranstaltungsort genutzt. Der gänzlich ebene Weg schlängelt sich anschließend weiter durch das Bleistätter Moor, wo man noch unberührte Natur erlebt und von den Aussichtsplattformen aus nächster Nähe die Tier- und Pflanzenwelt beobachten kann.

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Slow Trail am Wörthersee

Unser letzter Slow Trail am Wörthersee war mit 7,1 Kilometern einer der längeren Wege und durch die Steigungen und schmalen Pfade entlang des Forstsees eher für trittsichere Wanderer und Wanderinnen geeignet. Ein wunderschöner Weg, der zunächst durch die kühle, grüne Römerschlucht und anschließend rund um den Forstsee führt – ein malerischer Badesee, der uns mit seiner Uferlandschaft optisch ein wenig an Norwegen erinnerte. Von der Veldener Aussicht blickt man über den strahlend blauen Wörthersee und läuft anschließend durch die Römerschlucht zurück zum Ausgangspunkt.

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Kulinarik entlang der Slow Trails

Kärnten würde nicht für Genuss stehen, wenn man dort nicht überaus lecker schmausen könnte und überhaupt – nach einer Wanderung muss man unbedingt einkehren. Ich liebe einfache Jausnbrettl, doch diesmal haben wir außerdem in einem ganz besonderen Lokal gespeist, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Der Kleinsasserhof liegt in Spittal an der Drau und ist urige Stube und Kuriositätenkabinett in einem. Schon von außen sieht das Restaurant aus wie eine wahre Villa Kunterbunt und im Innenraum geht es genauso farbenfroh weiter. Man weiß eigentlich gar nicht, wohin man zuerst schauen soll und gerade als ich dachte, ich hätte in dem einen Zimmer alles entdeckt, tauchten an den Wänden und in den Ecken noch viele weitere Mini-Kunstwerke auf.

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Koch Josef ist jedenfalls leidenschaftlicher Sammler von Kunst und Kuriositäten, Antiquitäten und Raritäten, was den Kleinsasserhof zu einem kleinen Gesamtkunstwerk macht. Die Küche ist dafür umso bodenständiger – es gibt traditionelle österreichische Gerichte wie Kärntner Nudeln, Schweinebraten, Schnitzel und mehr. Beim Dessert empfehle ich unbedingt den Mohnkuchen – super saftig und lecker!

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Wo ihr ebenfalls gut essen könnt: In der Lindenhof Genussmeisterei in Millstatt gibt es typische Kärntner Küche, bei der Forellenstation am Prefelnigteich den frischesten Fisch (super lecker und mit sehr viel Knoblauch!) und im Restaurant des Beach House in Velden bekommt ihr leckere Sommergerichte mit kreativem Twist und perfektem Blick auf den Wörthersee. Üppige Jausn serviert der Alpengasthof Bergfried am Slow Trail Mirnock und wer eine besondere Location mit leckeren Gerichten aus dem offenen Feuer sucht, ist in der Stiftsschmiede am Ossiacher See bestens aufgehoben.

Schlafen

Natürlich gibt es in Kärnten jede Menge schöne Hotels, doch ich möchte euch zu guter Letzt noch ein ganz besonderes Schmankerl zum Übernachten vorstellen. Wenn ihr schon immer mal von einer Nacht unterm Sternenhimmel geträumt habt, sind die Biwaks rund um den Millstättersee eine tolle Möglichkeit dafür. Die Biwaks sind kleine, ganz neue Holzhütten rund um den See verteilt und mit nichts ausgestattet außer einem Bett, einem kleinen Badezimmer mit Toilette und Waschgelegenheit sowieso einer Terrasse für schöne Stunden in der Natur.

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Das Credo lautet: „Zeit zu Zweit“ – mit dem Partner oder der Partnerin, dem besten Freund oder der besten Freundin, einem Familienmitglied oder anderen lieben Menschen. Ganz ohne Laptop und Smartphone – die werden vorher in einer Kiste verstaut – mitten im Grünen und immer mit Blick auf den wunderschönen See. Ein Tag lang Digital Detox und Natur pur? Also wir sind auf jeden Fall dabei…

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