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Reisebericht Singapur – die Stadt aus der Zukunft

[Pressereise] Eine Woche Singapur entdecken. Ich bin immer noch ganz überwältigt von der Reise und möchte meine Highlights unbedingt mit euch teilen. Was sollte auf der To-Do-Liste stehen, was kann man sich getrost sparen und wo gibt es das beste Essen? Das alles erfahrt ihr jetzt.

Mit Singapore Airlines fliege ich in der super komfortablen Business Class von Frankfurt zum Changi Airport, einem der modernsten Flughäfen weltweit und darüber hinaus ein guter Einstieg, um ein Gefühl von dieser atemberaubenden Stadt zu bekommen. Der Direktflug dauert 12 Stunden und 20 Minuten. Umgerechnet sind das knapp sechs Blockbuster, die ihr während des Fluges schauen könnt. Ich erspare euch hier meine Film-Tipps und komme lieber direkt zu den Fun Facts und Sehenswürdigkeiten von Singapur.

Singapur

Vino, Vogue und Vegan Food – so entspannt bin ich noch nie geflogen.

Kurz & Knackig – Fun Facts

  1. Es gibt mehr Bäume als Häuser in Singapur.
  2. Die Stadt wird immer größer. Möglich ist das durch Landgewinnung aus dem Meer. 1950 betrug die Größe 581,5 km² und heute sind es ganze 710 km².
  3. Malaysisch ist die Landessprache – auch wenn alle Englisch sprechen.
  4. Singapur bedeutet übersetzt Löwenstadt (Singha = Löwe, Pura = Stadt).
  5. Es ist verboten auf den Boden zu spucken. 
  6. Der Singapur River ist gar kein Fluss mehr, sondern ein Reservoir.
  7. Singapore Airlines hat den größten Burgunder-Weinkeller über den Wolken. Stösschen!

Sehenswertes in Singapur

Singapur

Zur linken seht ihr das Hotel Marina Bay Sands.

Marina Bay Sands

Eines der bekanntesten Gebäude und mittlerweile das Wahrzeichen des Stadtstaates ist Marina Bay Sands. Das Ressort bietet 2.561 Zimmer und wurde 2010 erbaut. Bekannt ist es vor allem für den Infinity-Pool auf der Dachterasse im 57. Stockwerk. Den dürfen allerdings nur Hotelgäste nutzen. Die Aussicht ist aber auch ohne Hotelzimmer erlebbar, denn es gibt einige Restaurants und Bars auf der Dachterasse, wie das CÉ LA VIE, wo ihr asiatische Küche schnabulieren und teure Longdrinks schlürfen könnt.

Singapur

Der Infinity-Pool auf der Dachterasse des Hotels.

Buddha Tooth Relikt Tempel

Mitten in Chinatown liegt der Tempel mit dem heiligen Relikt: ein verschollener Zahn Buddhas, der 1980 in Myanmar wieder entdeckt wurde und Anfang des Jahrtausend seinen Weg nach Singapur fand. Ob das wirklich ein Zahn von Buddha ist, wird mittlerweile skeptisch gesehen. Im Tempel gibt es jedoch noch einiges mehr zu entdecken! Die vielen vergoldeten Verzierungen, Kunstwerke aus der Tang Dynastie, ein wirklich erholsamer Garten im obersten Stockwerk mit goldenen Buddha-Statuen und einer großen Gebetsmühle. Läuft man dreimal um die Mühlen herum, werden einem die Hoffnungen und Wünsche erfüllt. Das sagt zumindest unsere sehr kompetente und sympathische Tour-Guide Jo. Ich habe es natürlich getestet, aber kann euch meine Wünsche nicht verraten, sonst wird es nicht in Erfüllung gehen. Für den kleinen Hunger empfehle ich das Teehaus mit vegetarischen Speisen. Genug vom Tempel, denn die Umgebung ist auch einen Besuch wert.

Singapur

Im Erdgeschoss des Tempels wird täglich gebetet.

Chinatown

Nachdem ihr euch den Tempel genauer angeschaut habt, empfiehlt es sich, das lebendige und wuselige Chinatown zu erkunden. Das Viertel liegt im Central Business District, das ist die Innenstadt von Singapur zu der noch Marina Bay, die Orchard Road und Riverside gehören. In Chinatown findet ihr typische chinesische Häuser aus der Kolonialzeit, kleine enge Gassen voll von Restaurants und vielen bunten Shops. Die schwüle Luft und das laute Treiben ist für mich etwas viel, deshalb freue ich mich über den Insider-Tipp von Jo besonders: Das Wohnhaus gegenüber vom Tempel ist begehbar. Einfach reingehen, mit dem Aufzug in den neunten Stock fahren und die Aussicht genießen. 

Singapur

Shopping in Cinatown

Hawker Center – Den Bauch vollschlagen mit Streetfood

Als Hawker Center bezeichnen die Singapurians Essenmärkte, die mit unzähligen leckeren Gerichten Lokals und Tourist*innen anlocken. Die Hawker Center entstanden aufgrund der vielen unhygienischen Essensstände in den 1950er und 60er Jahren. Um dem entgegenzuwirken hat die Regierung Hallen mit Elektrizität und Wasseransschluss zu Verfügung gestellt. Die Stände wurden sauberer und das Essen? Ich fand es sensationell und träume jetzt noch von gebackenem Tofu in Chilisauce. Jo hat auch hier wieder einen kleinen Insider-Tipp: Je sauberer der Stand, desto schlechter das Essen. Hawker Center findet ihr über die ganze Stadt verteilt. Wir waren im Tiong Bahru Market.

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Das Streetfood ist so köstlich und günstig. Absolut empfehlenswert!

City in a Garden – Parkroyal on Pickering

In Singapur leben 5,6 Millionen Menschen. Dazu kommen jährlich etwa 15 Millionen Tourist*innen. Die Stadt platzt also aus allen Nähten und trotzdem kommt es einem nicht überfüllt vor. Ich glaube, das liegt an den üppig bepflanzten Gebäuden und den vielen Grünflächen. Das war nicht immer so. Erst in den letzten Jahrzehnten entdeckten die Einwohner*innen, welchen Vorteil eine grüne Stadt für die Lebensqualität hat. Durch Vertical Gardening kann beispielsweise die Raumtemperatur um bis zu 12 Grad gesenkt werden. Außerdem ist die Luftqualität deutlich besser. Schon seit Jahren fördert die Regierung solche Projekte und die Bemühungen sind defintiv sichtbar. Wir durften in einem sehr bekannten Hotel der Stadt nächtigen, dem Parkroyal on Pickering in der Nähe von Chinatown. Das Besondere an dem Gebäude sind die grün bewucherten Terrassen, gepaart mit imposanter Architektur. 

Singapur

Das Hotel von Außen.

Singapur

Von Innen ist es auch ganz hübsch…

Sentosa Island

Wer der Stadt überdrüssig wird, der kann am Strand von Sentosa Island die Seele baumeln lassen oder gleich den ganzen Körper. Die AJ Hackett Sentosa Bungy Station bietet euch einen 47 Meter Bungee-Sprung mit Blick auf das Meer. Ich hatte überlegt den Sprung zu wagen, mich dann aber doch für ein Glas Wein an der Strandbar entschieden. Der rote Sonnenuntergang hat mich weit mehr in Staunen versetzt…

Singapur

Wie toll ist dieser Sonnenuntergang? Das Foto ist unbearbeitet.

Gardens By The Bay  – Super Trees

Die Super Trees dürfen in der Aufzählung natürlich nicht fehlen. Die pflanzenbewachsenen Stahlgerüste in Baumform erreichen eine Größe von bis zu 50 Metern und erstrahlen nachts in bunten Lichtern. Die Konstruktionen sind in der Nähe des Marina Bay Sands angesiedelt und besonders abends ein Besuchermagnet, wenn die Licht- und Musikshow vorgeführt wird. Fast noch beeindruckender fand ich den Cloud Forest Dome. Mit dem weltweit größten Indoor-Wasserfall (35 Meter) beherbergt der künstliche Regenwald eine Vielzahl an Pflanzen. Etwas schade fand ich die hohe Besucherzahl. Wir waren aber auch zur Rush Hour am Nachmittag dort, was ich definitiv nicht empfehle! Für das Erlebnis und schöne Fotos lohnt sich der Besuch am frühen Morgen. 

Singapur

Super Trees

National Gallery Singapore

Das Museum zählt zu den größten Kunstgalerien weltweit. Ihr merkt, ich nutze oft das Wort weltweit. Das liegt daran, dass Singapur in den letzten Jahrzehnten unheimlich viel investiert hat. Die Galerie mit modernen Kunstwerken aus Singapur und Südostasien wurde im November 2015 eröffnet. Die Gebäude standen allerdings schon vorher. Die City Hall aus dem Jahr 1927 sowie der Supreme Court (Oberster Gerichtshof) aus dem Jahr 1937 wurden in aufwendiger Restauration miteinander verbunden.

National Kitchen by Violet Oon

Für meine Verhältnisse sind es bisher viel zu wenig Food-Tipps. Dieses Restaurants findet ihr in der National Gallery. Das kleine Lokal hat auch für Veganer*innen eine Auswahl auf der Karte. Ich habe mal wieder Tofu gegessen. Was soll ich sagen, ich esse sehr, sehr gerne Tofu und dieser war ausgezeichnet.

Singapur

Täglich Tofu. Singapur hat mich überzeugt.

SIA Trainingscenter

Zum Abschluss nun noch ein paar Worte zu Singapore Airlines. Mein erster Flug mit Singapore Airlines war ein wirkliches Highlight. Das lag nicht nur an der Business Class, sondern vor allem an dem hervorragenden Service, den ich so von anderen Fluggesellschaften gar nicht kenne. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Trainingscenter der Airline. Das große Gelände befindet sich etwas außerhalb der Stadt. Egal, ob an Land oder in der Luft – alle Mitarbeiter*innen durchlaufen hier ein strenges 14-wöchiges Trainingsprogramm. Im Zentrum steht immer der Service und die Sicherheit. Mrs Foo erklärt uns alle Fakten und führt uns durch die heiligen Hallen. Seit neuestem gibt es eine Suite im Flugzeug. Also so ein richtiges Zimmer mit Doppelbett. Kostenpunkt von Deutschland nach Singapur circa 10.000€.

Mehr zum Trainingcenter findet ihr hier.

Singapur

Das Bordpersonal wird für jedes Katastrophenszenraio ausgebildet.

Die vielen Sehenswürdigkeiten entdeckte ich mit Visit Singapore und Singapore Airlines. Ein wirklich straffes, aber sehr sehenswertes Programm mit tollen und erfahrenen Guides. Vielen Dank dafür! Für weitere Singapur-Tipps lohnt sich ein Blick auf die Homepage von Singapore Airlines und Visit Singapore.

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.