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plastik im meer vermeiden

Plastik im Meer – Weg damit!

Die Badesaison startet. Ab an den Strand. Damit es weiterhin eine Freude ist, Sand und Wellen zu genießen, müssen wir uns dringend um weniger Plastik im Meer bemühen.

In Thailand ist gerade ein Walfisch mit mehr als 80 Plastiktüten im Magen verendet. Weltweit gelangen laut des Umweltprogramms der Vereinten Nationen rund acht Millionen Tonnen Plastik jedes Jahr in die Ozeane. Das ist abartig und muss aufhören.

Ich nutzte Plastik lange selbstverständlich, ohne groß darüber nachzudenken. Es hat mich schlicht nicht gejuckt. Seit ich mich aber vermehrt für Nachhaltigkeit interessiere, habe ich meine Plastiktüten durch Körbe oder Jutebeutel ersetzt, nehme im Supermarkt nur unverpacktes Gemüse und trinke Coffee-to-stay. Das war’s aber auch schon fast. Es gibt aber noch so, so, so viel mehr, was ich machen kann. Was ist mit Kosmetik mit Mikroplastik?! Was ist mit dem Verpackunsgmaterial bei meinen online Klamotten-Bestellungen?! Es ist noch viel zu tun für weniger Plastik im Meer. „Global denken, lokal handeln“, ist die Devise.

Wir haben in letzter Zeit einige schöne Pressemitteilungen bekommen von Firmen, die nachhaltig denken und langfristig etwas zum Umweltschutz beitragen wollen. Diese Nachrichten haben wir gesammelt und stellen euch heute unsere persönlichen Favoriten vor.

plastik im meer

Für weniger Plastik im Meer

1. Aveda: 100% des Erlöses der Light the Way Candle von Aveda gehen an Global Greengrants Fund. Der Global Greengrants Fund ist eine Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für die Lösung von Umweltproblemen engagiert. Seit 2007 konnte Aveda zusammen mit uns Kunden 14,7 Mio $ sammeln und so über 2000 Projekte für sauberes Wasser fördern. Diese Förderung hat die Lebensumstände von 1,1 Mio Menschen in 88 Ländern verbessert.

2. Gestuz: Es dauert über 1000 Jahre, bis der sogenannte „floating trash“ (= Plastikflaschen, die beispielsweise in Gewässern schwimmen und neben Autobahnen liegen) biologisch abgebaut ist. Bei der Verarbeitung von Kunststoff reduzieren wir den Kunststoffabfall und benötigen gleichzeitig weniger Energie im Vergleich zur traditionellen Produktion.

3. Reef: Mit der Escape Kollektion macht Reef jetzt einen gewaltigen Schritt weg von schädlichen Umwelteinflüssen durch Plastik – hin zu Sandalen aus 100% PVC-freiem Material. PVC besteht aus hochgiftigen Inhaltsstoffen, die während der Produktion, beim Gebrauch oder der Entsorgung in der Natur enden. Reef verzichtet nun komplett darauf und baut das ökologische Engagement der Marke durch Innovationen in der Produktion aus. Damit verringert die Marke ihren Fußabdruck im wahrsten Sinne des Wortes.

4. Ecoalf: Die Marke beeindruckt uns seit geraumer Zeit mit ihrem Upcycling the Oceans Projekt. Diese Initiative setzt sich für die Erhaltung der Ozeane ein und kämpft für die Zukunft unseres Planeten. So funktioniert’s: In Zusammenarbeit mit Fischern werden Netze vom Meeresboden gesammelt, getrennt, klassifiziert und schließlich in Polymer, Faden, Stoff und Kleidungsstücke umgewandelt. Ecoalf hat außerdem eine ganze Kollektion aus recycelten Platikflaschen entworfen. Weiter so!

5. Veja: Auch die Schuhmarke Veja recycelt Plastikflaschen und verarbeitet diese zu Sneakern. Die BMesh Modelle werden in Brasilien gefertigt, sind leicht, atmungsaktiv und wasserfest. Im Schnitt sind in jedem Paar Schuhe drei Plastikflaschen verarbeitet.

6. Neubau Eyewear: Die Brillenmarke nutzt nat­u­ralPX – ein hochen­twick­eltes umwelt­fre­undlich­es Mate­r­i­al, das für die Her­stel­lung von Poly­mer-Bril­len­fas­sun­gen ver­wen­det wird. nat­u­ralPX wird aus organ­is­chen und erneuer­baren Primär­pro­duk­ten hergestellt, 65% davon basieren auf dem Öl der Riz­i­nuspflanzen. nat­u­ralPX ist leicht, super­flex­i­bel und sta­bil, ohne Beschränkun­gen im Hin­blick auf die Farbe.

7. Swell Bottle: Refill statt Plastik To Go. Seit ich bei den großartigen Kollegen vom Viertel/Vor Mag einen Artikel über To Go Becher gelesen habe, bin ich geheilt vom Ich-pose-mit-Kaffeebecher-Syndrom. Kaffee trinke ich mittlerweile viel lieber in Ruhe und To Stay. Außerdem fülle ich mein Wasser in Flaschen ab, da gibt es wunderschöne Modelle, wie die von Swell. Zuhause nutze ich einen Leogant Filter und den Soda Stream Wassersprudler. Kein Schleppen, kein Plastik.

8. Corona x Parley For The Oceans: Die kreative Fundraising-Plattform „Clean Waves“ will den Einsatz innovativer, ökologischer Materialien in Mode- und Industriedesign zu fördern. Als erstes Produkt werden Sonnenbrillen aus Parley Ocean Plastic hergestellt. Das Material wird mit Hilfe einer neuen Upcycling-Methode gewonnen, bei der Müll aus Küstenorten, von Stränden, aus dem Wasser und der Hochsee abgefangen und umgewandelt wird. Hier könnt ihr euch in die Warteliste eintragen und werdet sofort zum Verkaufsstart informiert. Pro 100 Paar verkaufter Sonnenbrillen erweitern Parley und Corona ihr Engagement und werden eine weitere Insel für ein Jahr vor Plastikverschmutzung schützen. Die Debüt-Edition startet mit Modellen zu Bali, den Malediven und Palau.

Ihr seht, es geht ohne Plastik im Meer. Ich werde mich ab jetzt täglich an die eigene Nase fassen, um unnötigen Müll zu meiden.

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.