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Innere Stärke – mein persönlicher Weg

[Werbung] In diesem Beitrag dreht sich alles um innere Stärke. Ich berichte euch von sechs Erlebnissen, die die mich geprägt haben und aus denen ich Stärke für meinen weiteren Lebensweg gewonnen habe.

Kürzlich war ich in Volvic unterwegs, um mir das Unesco Weltnaturerbe, die Quelle für das Mineralwasser und die zahlreichen Vulkane anzusehen. Gelernt habe ich, dass das natürliche Mineralwasser durch sechs mineralische Gesteinsschichten gefiltert wird. Dieser Prozess dauert ganze 5 Jahre, erst dann hat das Wasser seinen einzigartigen Geschmack. Dieses Jahr dreht sich bei Volvic alles um innere Stärke und so habe auch ich dieses Thema zum Anlass genommen, um mal in mich zu gehen und zu überlegen, welche Erlebnisse mich eigentlich stärker gemacht haben. Diese will ich heute mit euch teilen.

1. Schulzeit des Schreckens

In der Schule war ich nicht beliebt, das ist noch milde ausgedrückt. Meine Brillengläser waren zu dick, mein Überbiss zu hässlich, meine Zahnspange ein Blitzableiter, meine Brüste nicht vorhanden und überhaupt scheine ich ein keinesfalls liebenswerter Mensch gewesen zu sein. Meine Spitznamen waren Hackfresse und Erbsentitte, es gab einen Ich-hasse-V.-Frost-Club, in dem sich meine Mitschüler vor dem Sportunterricht in der Turnhalle in einen Kreis setzten, die Hände über dem Boden bewegten und Beschwörungsformeln murmelten. Jahre später fragte mich eine Freundin, wie ich das alles ausgehalten hätte. Eine gute Frage. Ich hatte nie darüber nachgedacht. Gelitten habe ich noch Jahre später unter meiner Schulzeit und musste hier auch viel verarbeiten. Allerdings war ich schon immer schlagfertig, meine Mitschüler haben oft nicht mitbekommen, wie ich wirklich litt. Was mir tatsächlich half, war der Fakt, dass ich ihnen nicht glaubte. Ich war nicht annähernd so scheiße, wie sie mich fanden. Das bewiesen auch meine Freundschaften außerhalb der Schule. Ich war im Chor, im Orchester, in der Jugendgruppe der Kirche – und dort war ich kein Außenseiter. Meine Offenbarung war das Studium, wo ich komplett neu beginnen konnte und die besten Freunde überhaupt fand.

Merke: Du bist nicht das, was andere über dich denken.

2. Erster Karriereknick

Ich habe im zweiten Semester erfolgreich mein Jura Studium in Tübingen abgebrochen. Und darauf bin ich echt stolz. Warum? Weil ich mich gegen alle Zweifler durchsetzte. Weil ich eine bewusste Entscheidung für mein Leben traf. Ich war echt gut in Rechtswissenschaften. Aber nicht glücklich. In einem anderen Universum bin ich eine Knaller Anwältin in schickem Kostüm mit Sportwagen, an meinem Arm einen blond-gegelten Schönling mit Polopferdchen auf dem Shirt. Aber nicht in diesem. In diesem Universum habe ich mich nach Bauchgefühl für einen vermeintlich schlechter bezahlten Job entschieden und wollte Journalistin werden. Ich entschied mich für einen Studiengang, der damals noch in den Kinderschuhen steckte: Medienwissenschaften – oder wie ein furchtbar lustiger (NOT.) Verwandter immer sagte: Mädchenwissenschaften. Ha. ha.

Jedenfalls stellte sich heraus, dass das eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Ich liebte mein Studium und die neuen Freundschaften.

Merke: Es ist dein Leben. Du bestimmst, was dich glücklich macht und du bestimmst auch, was Glück für dich persönlich bedeutet. Egal ob Sportwagen oder Schreibblock.

3. Kann ich nicht. Kenn ich nicht.

Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren – sofern sie mich interessieren. Auch im Berufsleben ist das absolut bereichernd und ich stürze mich lieber mutig auf eine neue Herausforderung, als gelangweilt am Schreibtisch zu versauern. Das bringt mich oft in enormen Stress und an die Grenzen meiner Kräfte, aber daran arbeite ich stetig. Schon als Studentin fand ich heraus, dass wir alle nur mit Wasser kochen. Ich bewarb mich für einen enorm gut bezahlten Studentenjob im Marketing, obwohl ich keine Ahnung hatte – ich war jung und wollte das Geld… Tatsächlich habe ich mich im Bewerbungsgespräch so überzeugend und kompetent präsentiert, dass ich die Stelle bekam. Das führte dazu, dass ich eine Woche lang Marketingbücher wälzte aber hey, danach war ich Expertin.

Merke: Keine Angst vor Neuem. Wenn du es willst und dafür arbeitest, dann schaffst du es.

4. Gerechtigkeit olé!

Mein erstes Erlebnis mit Mobbing hatte ich bereits in der Grundschule. In der vierten Klasse kam Iris neu zu uns. Iris hatte Diabetes und einen sehr strengen Vater, der sie ein wenig verkorkst hat. Deshalb war sie ein wenig anders. Ich kenne Diabetes gut, mein Vater ist Arzt und spezialisiert auf diese Erkrankung. Das verband mich mit Iris und ich hatte das Gefühl, sie beschützen zu müssen. ich weiß bis heute, wie ich sie einmal weinend unter der großen Treppe fand. Als ich sie in den Arm nahm, kamen ein paar Jungs aus unserer Klasse vorbei und verspotteten uns. Sobald man sich als junger Mensch, damals ja fast noch Kind, mit Außenseitern solidarisiert, dann sägt man am eigenen Popularitäts-Ast. Auf dem Gymnasium ging das gerade so weiter. Ich wurde gemobbt aber auch ein mir sehr nahe stehender Mensch wurde permanent ausgeschlossen, auf dem Schulhof angespuckt und beleidigt. Bis heute werde ich laut, wenn ich sehe, dass Menschen ungerecht behandelt werden. Egal ob im Freundeskreis oder bei einem Fremden in der S-Bahn.

Merke: Stark sein für andere macht auch dich stärker.

5. Byebye, Neid!

Als junge Frau war ich durchaus neidisch und auch missgünstig. Meine Freundin kauft die Schuhe, die ich mir nicht leisten kann? Neid. Mein Kommilitone bekommt eine bessere Note als ich? Unverdient, ich war viel besser.

Alles Bullshit. Ich bin der festen Überzeugung, dass Neid und Missgunst nur entstehen, wenn man mit seinem eigenen Status Quo nicht im Reinen ist. Ich bezeichne mein Leben schon seit einigen Jahren als komplett neid-frei. Das war harte Arbeit. Früher wusste ich nicht ansatzweise, wer ich bin, habe mich über Statussymbole und einen Lifestyle definiert, der nur darauf ausgelegt war, mich nicht mit meinem Inneren beschäftigen zu müssen. Das geht auf Dauer nicht gut und irgendwann bricht alles über einem Zusammen. Manchmal muss einem jedoch der Boden unter den Füßen weggerissen werden, damit man erkennt, wo man steht.

Ich habe also bis zu meinem 30. Lebensjahr gebraucht, um das erste Mal in meinem Leben ein dauerhaftes Gefühl der Zufriedenheit zu erreichen. Und das machte mich süchtig, Süchtig nach innerer Ausgeglichenheit.

Merke: Eine Krise ist immer etwas Gutes, sie lässt dich wachsen und zu einem zufriedeneren Menschen werden – sofern du daraus lernen willst und deine eigenen Schlüsse ziehst.

6. Ich muss, ich muss, ich muss…

Es ist noch gar nicht so lange her, vielleicht drei Jahre, da ertappte ich mich mal wieder dabei, wie ich einem Freund aufzählte, was ich noch alles „muss“. Ich muss einkaufen, ich muss Wäsche waschen, ich muss 3 Kilo abnehmen bla bla bla. In dem Moment machte es Klick und ich ersetzte das „muss“ mit einem „will“. Niemand zwingt mich dazu, meine Wäsche zu waschen, aber ich möchte es, weil ich gern saubere Schlüppis trage. Keiner sagt, du musst einkaufen. Nein, ich will aber so gern heute Abend Bratkartoffeln essen.

Dieser Mini-Wechsel von Müssen zu Wollen ist im Alltag Gold wert. Probier es mal aus und eliminiere „müssen“ aus deinem Wortschatz. Dein Gehirn wird sofort auf positive Gedanken umswitchen. Try it!

Merke: Du musst gar nix.

Fazit

Jeden Tag gibt es Situationen, in denen ich meine innere Stärke „trainieren“ kann. Manchmal gilt es nur, den Schweinehund zu überwinden, ein anderes Mal geht es um harte, aber lohnenswerte mentale Arbeit. Denk einmal darüber nach, welchen Weg du bisher beschritten hast und freu dich über all die Stationen, die dir helfen, dich zu dem Menschen zu machen, der du sein möchtest. Ich finde es super, dass sich Volvic hier engagiert und mit ihrem Leitgedanken #Dumachstdas uns alle dazu ermutigt, unsere innere Stärke zu finden.

Gute Reise!

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.