TOP
htc design study

GUTES DESiGN MACHT GLÜCKLiCH

heute, liebe freunde, ist der internationale tag des glücks. ich hoffe, eine schwarze katze zu finden und eine leiter, damit ich mal unser wandregal aufräumen kann… aber zurück zum glück: gutes design macht uns nämlich auch glücklich. dies ergab nun eine studie, die von htc in auftrag gegeben wurde.

ich bin ein großer freund von studien und wissenschaftlichen arbeiten generell – wäre ich nicht in der modebranche gelandet, ich würde jetzt an irgendeinem lehrstuhl für medienwissenschaften klugscheißen. die studie um die es heute geht, besagt folgendes: alltagsgegenstände mit gutem design können dieselbe positive wirkung auf unsere stimmung und unser wohlbefinden haben wie körperliche betätigung oder ein ausflug ins museum. betrachte und nutze ich ein schönes, gut funktionierendes objekt, bin ich glücklicher. für einen smartphone hersteller natürlich eine entscheidende erkenntnis. ich merke es ja an mir selbst – mein telefon zählt zu meinen wichtigsten arbeitsgeräten. ich checke emails, telefoniere wie ein weltmeister, mache dazu häufig noch fotos und bearbeite diese, um sie anschließend irgendwo hoch zu laden, ich mache notizen undundund. natürlich brauche ich regelmäßig auch ein neues schönes case für das teil.

aber zurück zum wesentlichen: über 2000 teilnehmer aus sieben ländern wurden anhand der überwachung von pulsfrequenz und schweißabsonderung gemessen. zusätzlich wurden mehrere online-kreativitätstests durchgeführt. die probanden sollten alltagsgegenstände aus den kategorien schön, funktional oder schön und funktional betrachten und mit ihnen interagieren. hier die wichtigsten erkenntnisse:

1. gegenstände mit gutem design, die sowohl schön, als auch funktional sind, lösen positive emotionen wie ruhe und zufriedenheit aus. außerdem schwächen sie negative gefühle wie wut und ärger um fast ein drittel ab.

2. rein funktionale objekte, die nicht schön sind, steigern negative emotionen wie traurigkeit und niedergeschlagenheit um 23 %.

3. mangelnde funktionalität bremst die kreativität. kreatives arbeiten wird um 45 % erschwert.

4. positive stimmungen unterstützen das ausdrucksvermögen und die offenheit für neue ideen. all dies macht uns kreativer.

5. die herkunft der teilnehmer sorgte für keine größeren abweichungen bei den ergebnissen.

dr. simon moore, psychologe und geschäftsführer von innovationbubble, einer agentur für verhaltensforschung, erläutert:

Schönheit ruft stabile und lang anhaltende positive Gefühle hervor und befreit von negativen Emotionen. Ein Spaziergang durch eine schöne Landschaft oder am Strand kann unsere Stimmung heben. Ein brillantes Foto oder ein berühmtes Gemälde anzuschauen, kann uns zu Tränen rühren. Noch stärkere positive Gefühle hingegen, wie Begeisterung, Erregung und Freude, sind nicht von langer Dauer. Das können sie nicht sein, denn sie verursachen relativ schnell Erschöpfung. Insofern sind sie auch für die Kreativität nicht förderlich.

zum thema schönheit und glück befragt wurden auch die designer des modelabels talbot runhof. die lebensphilosophie von johnny talbot und adrian runhof entspricht auch ihrem designmotto: it‘s all about knowing where to stop – gehe nie zu weit, aber gehe immer weit genug! die typische kundin der designer hat charme, witz und noblesse, die man manchmal erst auf den zweiten blick bemerkt. sie achtet auf ein paar faszinierende details, die sich nicht aufdrängen, aber am ende die brillanz ihres looks ausmachen. sie wirkt erfrischend schlicht, ist es aber nicht. ihre subtile eleganz macht ihre vollkommenheit aus (offensichtlich sprechen sie nicht von mir…).

hier also meine liebsten auszüge aus dem interview:

HTC: Die Studie hat ergeben, dass gutes Design unsere Laune verbessert, wir uns besser fühlen und dadurch auch kreativer werden. Könnt ihr diese Aussage durch Eure Erfahrung im Alltag bestätigen? 

ADRIAN: Absolut! Es geht schon mit dem morgendlichen Espresso los, wenn der in einem schönen Becher auf einem schönen Tablett serviert wird. Überhaupt ist uns Geschirr und die Kunst des Tischdeckens sehr, sehr wichtig, ebenso das Design unserer Umgebung. Wir sind ja sehr viel unterwegs, daher achten wir schon bei der Hotelbuchung darauf, ob uns ein stimmig designtes Ambiente erwartet oder liebloser Pragmatismus.

HTC: Würde es uns in einer durchdesignten Welt besser gehen? 

ADRIAN: Es wäre zumindest gut, wenn die Gedankenlosigkeit, mit der viele Menschen ihren Lebensraum gestalten, abnehmen würde. Ebenso wünschen wir uns oft mehr Respekt für Designer, Architekten, Städtebauer. Hier wird Genialität oft mit Füßen getreten!

HTC: Bezogen auf Eure Mode: Was macht gutes Design aus? Der richtige Stoff, der perfekte Schnitt, eine gute Passform? 

ADRIAN: Die Balance aus allem – das ist das Entscheidende. Man darf Produkte nicht mit zu vielen Details überfrachten. Wenn wir einen opulenten Stoff haben, muss der Schnitt sehr puristisch sein. Bei einem einfarbigen Stoff können wir eher in raffinierten Drapés und Schnittlinien schwelgen. Die perfekte Passform gehört überall dazu – wenn sich eine Frau nicht vorteilhaft angezogen fühlt, wird sie keine Kompromisse machen.

wenn es euch interessiert, findet ihr die mehr infos zur studie hier. an der studie nahmen 2.177 teilnehmer aus sieben ländern teil: australien, china, deutschland, russland, taiwan, großbritannien und usa. die laborversuche sowie die online-kreativitätstests wurden von psychologen und neurowissenschaftlern von innovationbubble und mindlab durchgeführt.

in kooperation mit htc

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.