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Ernährungsberatung

Ernährungs-beratung – das bringt’s

Ich bin ein absoluter Genuss-Mensch. Auch wenn ich mich rein pflanzlich ernähre (oder gerade deswegen) achte ich sehr auf meine Ernährung, aber was würde eine Ernährungsberaterin zu meinem Menüplan sagen?

Für die Ernährungsberatung habe ich eine Überweisung von meinem Gastroenterologen bekommen, auch euer Hausarzt/eure Hausärztin kann euch diese ausstellen, so dass die Krankenkasse einen Großteil der Kosten übernimmt. Es gibt einen Unterschied zwischen Ernährungsberatung und Ernährungstherapie: Die Beratung ist für Menschen, die sich für eine gesundere Ernährung interessieren, die mehr auf sich achten möchten, die Fragen zur Ernährung während der Schwangerschaft oder Stillzeit haben (nein, ich bin nicht schwanger!), für Freizeitsportler*innen und Menschen mit moderatem Übergewicht, die abnehmen möchten. Kurzum für alle die ihrer Ernährung mehr Achtsamkeit entgegen bringen möchten. Die Therapie hingegen setzt eine Krankheit voraus, die behandelt werden muss, wie Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Krankheiten für die eine gesunde und ausgewogene Ernährung unverzichtbar ist. 

Ernährungsberatung – die Bestandsaufnahme

Das erste Gespräch dauerte eine Stunde und war mehr eine Bestandsaufnahme: Wie groß bin ich, wie viel wiege ich, gibt es Krankheiten in meiner Familie, warum möchte ich die Beratung und natürlich mein Tagesablauf mit allem was ich esse. Das ist bei mir einiges und viele kleine Mahlzeiten, anstatt drei große. Deniz, meine Beraterin, ist noch sehr jung, ich schätze sie auf Ende 20. Das Gespräch ist offen und Deniz wirkt sehr kompetent, auch wenn sie in der ersten Sitzung wenig zu meiner Ernährung sagt und schon gar nicht urteilt. 

Sag mir, was du isst und ich sag dir, wer du bist

Nach der ersten Sitzung der Ernährungsberatung habe ich für 3 Wochen alles, wirklich alles was ich esse fotografiert und in einer App, die mir Deniz kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, hochgeladen. In der App chatte ich mit Deniz, Coach Deniz, wie es die App sagt. Mein Coach kann alle Bilder einsehen und gibt mir nach den drei Wochen ein ausführliches Feedback. Die Fotos haben den Vorteil, dass der Coach nicht nur sieht, was ihr esst, sondern auch wie groß die Portionen sind. Wer selbst viel kocht, der weiß: manchmal kann man gar nicht erkennen, was da auf dem Teller dampft – in dem Fall reicht eine kurze Erläuterung zum Bild.

Ernährungsberatung

Das Feedback

Meine Teller sehen immer sehr bunt aus, was ein Zeichen für eine hohe Nährstoffdichte ist. Abends sei es besser auf Rohkost zu verzichten, besonders Salate, Obst und rohes Gemüse überfordern den Darm so spät am Tag (das sagt übrigens auch Vrenis Mayr Diät). Das ist jetzt natürlich eine Diagnose für mich, da ich immer mal wieder unter Magenbeschwerden leide, für euch kann der große Salatteller am Abend genau das Richtige sein. Mein Coach hat mir noch ein paar generelle Tipps gegeben: Genügend Wasser trinken oder ungesüßte Kräutertees; Nüsse nur unbehandelt verzehren, bei Obstsorten auf Früchte mit geringem Fructosegehalt zurückgreifen. Tipps, die mir schon bewusst waren. Zur weiteren Beratung empfiehlt mir der Coach ein zusätzliches persönliches Gespräch.

Mein Fazit

Ich fand es sehr interessant mit einem Profi über meine Ernährung zu sprechen, doch waren die meisten Tipps nichts Neues für mich. Ob ich noch mal zum Gespräch gehe, weiß ich noch nicht. Was ich aber defintiv weiter führen werde ist mein Essenstagebuch, denn allein durch das fotografische Festhalten meiner Mahlzeiten, hatte ich einen viel besseren Überblick und habe alles bewusster genossen.

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.