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Einweg, Mehrweg, Ausweg – Hier kommt der Durchblick!

[Werbung] Wir Deutschen trinken am liebsten Mineralwasser. Das kommt in der Regel in Flaschen aus Plastik. Plastik wiederum ist in Verruf geraten. Ich habe mich mit Volvic zu dem Thema ausgetauscht und eure Fragen mitgenommen.

Kürzlich besuchte ich Volvic vor Ort in der französischen Auvergne, wo die Quelle liegt, um mir ein Bild von der Abfüllanlage, dem Naturschutzgebiet aus dem das Mineralwasser stammt und dem Quellschutz ansich zu machen. Ich arbeite seit über fünf Jahren mit der Marke zusammen. Sowohl Volvic, als auch ich haben uns weiterentwickelt. Nachhaltigkeit ist ein Thema, das mich zunehmend interessiert. Und wenn ich mit einer Marke wie Volvic arbeite, muss ich dieses Thema ansprechen, um euch Transparenz zu verschaffen.

EINWEG, MEHRWEG, HOLZWEG?

Viele von uns gehen grundsätzlich davon aus, dass Plastikflaschen der Umwelt mehr schaden als Glasflaschen. Wie so oft kann man in der heutigen Zeit solche Aussagen allerdings nicht mehr pauschalisieren, denn jede Verpackung hat ihre Vorteile und manchmal fehlt uns einfach das Hintergrundwissen, um zu entscheiden zu können, was ökologisch sinnvoller ist.

UNSER PFANDSYSTEM

Eine wichtige Information vorab, weil ich so oft das Gerücht höre, dass Plastikflaschen aus Deutschland in den Weltmeeren landen: THANK GOD FOR THE PFANDSYSTEM. Die Rückgabequote von pfandpflichtigen Getränke- PETflaschen liegt in Deutschland bei 98,8%. Die Studie belegt außerdem, dass 97,3% aller bepfandeten Einweg-PETflaschen recycelt werden.

WELCHE FLASCHEN GIBT ES EIGENTLICH UND WAS PASSIERT DAMIT, WENN WIR SIE AUSGETRUNKEN HABEN?

Es gibt in Deutschland zwei unterschiedliche Arten von Pfandflaschen: Einwegpfandflaschen und Mehrwegpfandflaschen.

Einwegpfandflaschen aus PET – mit und ohne recyceltes PET

Einwegpfandflaschen werden nach Ihrer Nutzung im Pfandautomaten zurückgegeben. Anschließend werden sie geschreddert. Das geschredderte PET wird dann für die Produktion neuer PET-Flaschen aus recyceltem PET (rPET) wiederverwendet. Manchmal werden aus ihnen auch andere Gegenstände wie beispielsweise Rucksäcke oder Kleidungsstücke hergestellt. Die Flaschen von Volvic naturelle Einwegpfandflaschen und bestehen bereits heute zu mindestens 25 Prozent aus rPET. Der 8L-Behälter besteht bereits aus 100% rPET. Die Marke hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2023 alle Produktverpackungen zu 100 Prozent aus recyceltem PET bestehen werden. Aber was ist jetzt der Vorteil einer Einwegpfandflasche aus PET? Im Vergleich zu Mehrwegpfandflaschen aus PETmuss sie nicht wieder zurück an die Quelle transportiert werden und sie ist sehr leicht. Das heißt, sie ist für Produkte, die über längere Distanzen transportiert werden, die optimale Verpackung, denn sie hat bei weiteren Distanzen einen geringeren CO2-Abdruck.

Mehrwegpfandflaschen – Glas oder PET

Neben den Einwegpfandflaschen gibt es noch die sogenannten Mehrwegflaschen, entweder aus Glas oder aus PET. Bei dieser Flaschenform teilen sich Brunnenbetriebe in Deutschland die gleiche Flaschenform – lediglich das Etikett ist individuell. Auch diese werden im Pfandautomaten zurückgegeben und im Anschluss zur Wiederbefüllung zur nächstgelegenen teilnehmenden regionalen Quelle geschickt. Dort werden sie in einer Anlage mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt, mit Mineralwasser befüllt und mit dem richtigen Etikett versehen. Bei Transportwegen unter 650km ist diese Verpackungsart ökologisch sinnvoll.

Mehrwegpfand-Individualflaschen

Zu guter Letzt gibt es dann noch Mehrweg-Individualflaschen, ebenfalls aus Glas oder aus PET. Bei dieser Flaschenform werden die Flaschen zwar immer wieder befüllt, aber jede Flasche hat eine einzigartige Form, die vom jeweiligen Mineralwasserabfüller designt wird. Auch diese werden durch den Pfandautomaten gesammelt und danach an ihren Abfüllort zurückgeschickt, um dort wieder befüllt zu werden. Je nach Transportdistanz ist dieses Vorgehen also ökologisch vorteilhaft oder weniger vorteilhaft. Ebenso auch die individuelle Glasflasche: Diese wird, trotz ihres hohen Gewichtes, zum Abfüllort zurückbefördert, um dort wieder befüllt und neu verkauft zu werden. Wenn dieser Ort aber weit weg ist, macht diese Flasche ökologisch am wenigsten Sinn. Wenn man nun also, wie Volvic, sein Mineralwasser über weite Wege von der Quelle zum Supermarkt transportiert, sind Einwegpfandflaschen aus PETmit einem möglichst hohen Anteil an recyceltem PET die ökologisch vorteilhafteste Variante. Dazu habe ich Euch hier übrigens noch einen Artikel rausgesucht. Aber warum transportiert Volvic sein Mineralwasser eigentlich nach Deutschland? Naja, zum einen, weil es sehr vielen Menschen in Deutschland besser schmeckt als andere Mineralwässer und auf der anderen Seite, weil es eine besonders hohe Qualität hat. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es aus einem der größten Naturschutzgebiete Europas kommt. Und schlussendlich gilt auch hier: Volvic setzt sich für den Schutz des UNESCO Weltnaturerbes, in dem die Quelle liegt, ein. Wasserwerke hingegen schützen die Natur, aus der sie das Wasser beziehen nicht.

Jetzt haben wir uns also einen kleinen Überblick über das Chaos verschafft. Mehr zu dem Thema gibt es in einem umfassenden Artikel der Zeit oder der FAZ, diese sind höchst spannend und aufschlussreich. Informationen zu den Gerüchten über PET findet ihr übrigens hier.

WIR MÜSSEN PLASTIK EINEM KREISLAUF ZUFÜHREN

Volvic füllt Mineralwasser in Einwegpfandflaschen aus PET ab. Weil das Unternehmen noch nicht 100 Prozent recyceltes PET verwendet, ist das natürlich eine Menge frisches, neu produziertes PET, das verbraucht wird. Um den Kreislauf zu schließen darf kein frisches PET mehr in die Biosphäre einzubringen, sondern nur noch recyceltes Material. Bis 2023 wird die komplette Produktpalette in Deutschland auf Flaschen aus recyceltem PET (rPET) umgestellt sein. Bereits heute ist der 8 Liter Kanister zu 100% aus rPET hergestellt. Und auch alle anderen Flaschenformate haben schon heute einen gewissen Anteil an rPET, schon im Jahr 2021 werden die Flaschen mit Volvic Naturelle auf 100% recyceltes PET (rPET) umgestellt sein.

Warum dauert das so lange, fragen sich viele von uns. rPET ist ein sehr begehrter Rohstoff, der weltweit noch nicht in den Mengen und der Qualität vorhanden ist, als dass Volvic alle Flaschen zu 100% aus rPET herstellen könnte. Daher arbeitet das Unternehmen mit dem amerikanischen Start-up Loop Industries zusammen. Loop Industries hat eine Technologie entwickelt, durch die es möglich ist, aus jeglicher Art von Plastik hochwertiges rPET herzustellen, das für die Verpackung von Lebensmittelngenutzt werden kann.

Eine großartige Idee. Wir haben ja diese Unmengen an Plastikflaschen. Diese einem Kreislauf zuzuführen ist also nur logische und ökologisch sinnvolle Konsequenz. Aber es gibt nicht nur einen Lösungsansatz. Volvic forscht an Alternativen und so engagiert sich das Unternehmen seit 2017 gemeinsam mit anderen Unternehmen in der Natur’ALL Bottle Alliance. Ziel der Allianz ist es, bis 2022 eine Flasche zu produzieren, die zu mindestens 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Altpapier oder Sägespänen besteht. Die Flasche soll der gesamten Industrie zur Verfügung gestellt werden. Und schon heute bestehen alle Volvic naturelle Flaschen schon aus einem gewissen Anteil aus PET aus nachwachsenden Rohstoffen.

GRÄBT VOLVIC NICHT DEN ANWOHNERN DAS WASSER AB?

Nein, ganz klar nein. Während andere Marken viele negative Schlagzeilen zum Thema Quellschutz gemacht haben, steht dieser in Volvic an oberster Stelle (das könnt ihr hier nachlesen). Volvic verbindet wirtschaftliches und nachhaltiges Wachstum, die Quelle und ihr lokales Ökosystem werden geschützt. Des Weiteren ist Volvic der Überzeugung, dass Zugang zu sauberem Wasser ein Grundrecht ist und unterstützt beispielsweise seit 2005 Unicef und sorgt dafür, dass Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, versorgt werden.

WARUM MUSS WASSER ÜBERHAUPT SO WEIT TRANSPORTIERT WERDEN? WIR HABEN IN DEUTSCHLAND DOCH GENUG QUELLEN

Ja, wir haben genug Mineralwasserquellen. Volvic zählt in Deutschland dennoch zu den beliebtesten Mineralwässern, was zeigt, dass die Leute den einzigartigen Geschmack und die hohe Qualität einfach schätzen. Ein natürliches Mineralwasser darf selbstverständlich nur an seiner Quelle abgefüllt werden. Das ist übrigens per Gesetz vorgeschrieben. Aufgrund der spezifischen Mineralisierung und des Geschmacks handelt es sich bei Volvic um eine Spezialität, die nur an diesem Ort abgefüllt werden kann. Volvic ist ein Unternehmen und jedes Unternehmen möchte wirtschaftlich arbeiten.Deswegen versucht man so viele Konsumenten wie möglich zu erreichen – auch im Ausland. Das gehört auf dem freien Markt dazu und das finde ich auch nicht verwerflich, so lange gewisse Regeln eingehalten werden. Ich stimme nicht mit allem überein, was Volvic tut, aber ich habe den Eindruck, dass hier wirklich auf ein langfristig ökologisches Handeln im Rahmen der freien Marktwirtschaft geachtet wird.

FAZIT

Wer mitreden will muss Bescheid wissen: Plastik, oder PET, bedeutet nicht gleich böse. Hier lohnt der differenzierte Blick hinter die Kulissen. Oftmals schreien wir jedoch mit der lautesten Masse und nehmen Dinge für bare Münze, die wir selbst nicht recherchiert haben. Natürlich gibt es einiges zu verbessern und da ist Volvic zum Glück dran. Bringt eure Flaschen zum Automaten zurück, damit der Kreislauf funktioniert, kauft weniger Plastik, das im Müll landet, trennt Euren Müll richtig, zeigt nicht mit dem Finger auf andere, sondern reicht ihnen lieber die Hand. Und trinkt doch bitte einfach das Wasser, das ihr mögt.

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.