TOP

DEATH VALLEY KiLLED ME…

Pressereise

vergesst alles, was ihr jemals über hitze gehört habt, wie ihr gestöhnt und euch beschwert habt, wie euch die sabber über das glänzende gesicht geströmt ist und ihr lechzend an eurer eklig warmen wasserflasche genuckelt habt. ihr wart noch nicht im death valley…

death valley liegt in der mojave-wüste und war einmal der heißeste punkt der erde mit dem badwater basin, welches 85 meter unter dem meeresspiegel liegt und damit auch der tiefste punkt der usa ist. das tal erhielt seinen namen im jahr 1849, als reisende mit ihren 100 planwagen eine abkürzung suchten und wochenlang im tal umher irrten. sie waren bereits gezwungen, mehrere ihrer ochsen zu schlachten, um zu überleben – dabei verwendeten sie ihre wagen als brennholz. als sie schließlich den ausweg fanden, drehte sich eine der frauen um und rief dem tal ein goodbye death valley zu. angeblich soll, bis auf einen altersschwachen greis, niemand bei der durchquerung umgekommen sein.

für mich war das death valley körperlich eine extremerfahrung. bei 49 grad konnte ich gerade einmal für 5 minuten das auto verlassen, um mir etwas anzusehen, bis es schwummrig vor den augen wurde. das schlimme ist nicht einmal wirklich die hitze, sondern der sengende wind, der deine haut verbrennt. es fühlt sich an, als würde man in einen heißen föhn einatmen.

trotz allem war das tal des todes eine einmalige erfahrung, die ich auf keinen fall missen möchte. die landschaft ist unglaublich – ich hatte keinen schimmer, dass steine und felsen derart interessant sein können (bzw. habe mich nie wirklich dafür interessiert). unglaublich viele farbnuancen ziehen sich durch die weite das tals, gemasterte bergkämme und bunte schluchten tauchen hinter jeder kurve auf. dazu kakteen, die das tal besiedeln und vereinzelte büsche und sträucher.

dennoch fühlt man sich im tal beklommen, was zum einen natürlich an der temperatur liegt, zum anderen aber auch an der nicht vorhandenen fruchtbarkeit und der ungeschütztheit. es gibt weit und breit keine möglichkeit zu entkommen, kein wasser, keinen schatten. zum glück hatte ich ein klimatisiertes auto und keinen planwagen.

die häufigste todesursache im tal ist übrigens ein einfacher autounfall…

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.