TOP

Bye Bye Müll – Nachhaltiger Picknicken

Der Sommer ist da. Die Picknick-Saison ist offiziell eröffnet. Dabei schleppen wir allerhand Selbstgemachtes, Aufstriche, Baguettes, Pappteller und Plastik-Besteck in die Parks in unserer Umgebung. Und wundern uns am Ende oft, wie viel Müll bei einem solchen Picknick zusammenkommen kann. Dabei kann man auch nachhaltiger Picknicken.

Wie es geht, lest ihr hier.

Die Vorbereitung

Schon bei der Zubereitung für das nächste Picknick kann man darauf achten, dass man nachhaltiger unterwegs ist. Das bedeutet zum Beispiel, weniger Fleisch und tierische Produkte aufzutischen und mehr auf pflanzliche Appetithäppchen zurückzugreifen. Das spart richtig CO2. Laut Greenpeace gehen ganze 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes auf das Konto der Tierhaltung. Und nicht nur das. Auch Wasser, Futteranbauflächen und andere Klimagase belasten unsere Umwelt. Ein pflanzlich zubereitetes Picknick ist deswegen ganz oben auf der Liste, um nachhaltiger zu picknicken.

Tolle Rezepte findet man ganz einfach online bei einer der zahlreichen Food- und Lifestyle-Bloggerinnen, wie zum Beispiel heylilahey, Justine kept calm and went vegan oder Krautkopf.

Beim Einkauf kann man darauf achten, möglichst plastikfrei zu bleiben. Tolle Lebensmittel findet man dabei auf dem Wochenmarkt, in Unverpacktläden oder, mit ein wenig Glück, im Supermarkt um die Ecke.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Justine 👩🏻‍🌾 Ökotante 🍒 (@justinekeptcalmandwentvegan) am

Die Umsetzung

Alu- und Frischhaltefolie sind dein bester Freund, wenn es darum geht Lebensmittel mitzunehmen? Das geht auch nachhaltiger. Um Müll einzusparen, lohnt es sich auf wiederverwendbare Verpackungen zu setzen. Bestens dafür geeignet sind zum Beispiel Bienenwachstücher, die hervorragend Lebensmittel abdecken und immer wieder verwendet werden können. Für Kuchen & Co. kann man auch gut ein sauberes Geschirrtuch benutzen, das beim Picknick selbst wiederum als Unterlage verwendet werden kann. Das ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch richtig gut aus.

Plastikteller und -becher sind auf jeden Fall so richtig 2001. Wer heute zum Picknick lädt, sollte auf nachhaltigere Alternativen setzen. Am einfachsten ist es dafür eigene Teller, Besteck und Becher mitzunehmen. Von einem richtigen Teller isst es sich ja auch viel besser. Sollte dies einmal nicht möglich sein, weil zum Beispiel sehr viele Menschen kommen oder man danach noch anderweitig weiterziehen möchte ohne schweres Gepäck zu schleppen, gibt es mittlerweile auch Einweggeschirr aus nachhaltigeren Quellen. Wie zum Beispiel aus Bambus oder Zuckerrohr (inklusive Blumensamen!). Rohstoffe, die schnell nachwachsen und sich gut kompostieren lassen.

Achtung: Kompostierbare Bio-Kunststoffe scheinen der neuste Schrei zu sein. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass es in Deutschland nicht das nötige Recyclingverfahren gibt, um die Kunststoffe wirklich zu kompostieren. Herkömmliche Kompostieranlagen zersetzen den Kompost in zehn Wochen, Bio-Kunststoffe benötigen mindestens 12 Wochen. Die Folge: Auch dieser Kunststoff landet in der Müllverbrennungsanlage. Sollte man natürlich einen eigenen Kompost zu Hause haben, kann man in aller Seelenruhe dem Kunststoff beim Verrotten zusehen.

Papierservietten lassen sich durch Stoffservietten oder auch Geschirrtücher ersetzen. Strohhalme gibt es mittlerweile in schönen Glas- und Edelstahlvarianten. Bei den meisten Getränken braucht man sie sowieso nicht.

Wachstücher statt Frischhaltefolie von Gaia x Kauf Dich Glücklich – Eine vegane Variante gibt es hier – Obstnetz von Original Unverpackt – Strohhalme von Halm – Bambusbesteck von Naturalou – Edelstahlbesteck von Naturalou – Bentobox von Eco Brotbox – Lunchbox von Eco Brotbox

Nach dem Picknick

Ganz wichtig: Jegliche Verpackung und jeder Müll, der doch entstanden ist, sollte vom Picknickplatz wieder mitgenommen werden. Am besten entsorgt ihr den Müll getrennt über euren Hausmüll. Dann könnt ihr Papier, Plastik und Kompostierbares trennen.

TIPPS
  • Salate & Co. lassen sich gut in aussortierten Gläsern mit Deckel transportieren.
  • Schmutziges Besteck kann man, ohne es in Papier einzuwickeln, in eine benutztes Brotdose packen.
  • Kerzen sorgen abends für schönes Licht.
  • Ein klassischer Picknick-Korb vereint vieles, um nachhaltiger zu picknicken.
  • Lebensmittelreste nicht einfach wegwerfen, sondern in der Lunchbox mitnehmen und am nächsten Tag verputzen.

Titelbild: © Britt Gaiser/unsplash.com