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Haarausfall

Haarausfall – Was hilft?

Noch immer gilt schönes, langes und volles Haar als Schönheitsideal bei Frauen, aber was, wenn es von Tag zu Tag weniger wird? Wir gehen den Ursachen von Haarausfall auf den Grund.

Versteht mich nicht falsch, ich finde eine Wallemähne zwar schön, aber für mich ist das schon lange kein Beauty-Standard mehr. Vielmehr empfinde ich es als ungemein befreiend, ab und an die Haare komplett abzuschneiden. Das ist dann aber gewollt und natürlich nicht zu vergleichen mit Haarausfall, unter dem tatsächlich viele Frauen leiden. Eine Faustregel besagt, wenn pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen (und das über mehrere Monate), dann ist es krankhaft. Die Ursachen liegen meist nicht am Kopf, sondern hängen eher mit dem Körper zusammen.

Gründe für Haarausfall

Nährstoffmangel >>> Eisen, Zink oder Biotin sind wichtig für die Haarpracht. Durch mangelhafte Ernährung, wie bei Crash-Diäten oder Essstörungen, kann das Haar ausfallen.

Hormone >>> Ein unausgeglichner Hormonhaushalt kann für Haarausfall verantwortlich sein – nach einer Schwangerschaft, während der Wechseljahre oder einfach nur weil ihr die Pille abgesetzt habt.

Probleme mit der Schilddrüse >>> Eine Über- oder Unterfunktion kann Auslöser für Haarausfall sein. Da hilft nur eine Behandlung beim Arzt.

Haarzopf >>>  Ja, ihr lest richtig. Wer immer einen strengen Zopf trägt, der schädigt die Haarwurzeln. Durch den starken Zug nach hinten werden diese krumm und das Haar immer feiner.

Eisenmangel >>> Eisenmangel geht meist mit einer mangelnden Ernährung einher. Bei Frauen kann ein Eisenmangel auch aufgrund der monatlichen Periode entstehen oder während der Schwangerschaft, denn dann hat der Körper einen erhöhten Eisenbedarf. 

Falsche Pflege >>> Zu heißes Föhnen, Lockenstab, Glätteeisen, Blond Bleaching oder Dauerwelle fördern Haarausfall zwar nicht direkt, aber wirklich gesund ist es auch nicht. Bei Dauerbelastung kann das Haar spröde werden und schließlich abbrechen.

Medikamente >>> Bestimmte Medikamente führen zu Haarverlust, vor allem Cholesterinsenker, Blutverdünner und Medikamente gegen Bluthochdruck.

Stress >>> Stresshormone schädigen die Haarfollikel und das Haar fällt aus. Die Begründung Stress nervt mich ja immer am meisten, denn dadurch, dass ich es selbst in der Hand habe, mache ich mir noch mehr Stress. Ein Teufelskreis.

Erblich bedingter Haarausfall >>> Frauen wie Männer sind davon betroffen. Auslöser bei Frauen scheinen eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Androgenen sowie eine verminderte Aktivität des Enzyms Aromatase zu sein. Das Enzym wandelt an den Haarfollikeln männliche in weibliche Sexualhormone um. Funktioniert das nicht, wie es soll, entsteht eine Konzentration männlicher Sexualhormone und es werden weniger weibliche Hormone (Östrogene) gebildet. Folge: das Haar wird lichter.

Kreisrunder Haarausfall >>> Wie die Krankheit entsteht ist nicht ganz klar. Mediziner vermuten, das es eine Fehlreaktion des körpereigenen Immunsystems ist. Bei dieser Autoimmunkrankheit bekämpfen die Abwehrzellen die eigenen Haare, so dass diese schließlich ausfallen. Wie stark der Verlauf der Krankheit ist, fällt von Patient*in zu Patient*in unterschiedlich aus.

5 Helfer bei Haarausfall
  1. Haargummis ohne Metallstück, denn diese rauen die Haare zusätzlich auf. Außerdem sollte darauf geachtet werden, nicht zu dünne Haargummis zu verwenden und den Zopf nicht zu fest zu binden. Besonders schonend sind breite Haargummis, wie die kompostierbaren und fair produzierten Designs von Kooshoo (in Deutschland hier zu kaufen).
  2. Die richtige Plfege! Öle schützen das Haar vor Umwelteinflüssen und stärken die Struktur der einzelnen Strähnen. Das Haarserum Elixir Daily Hair Drops von Rahua wird aus den Ölen der Ungurahua-Nuss gewonnen und sorgt für mehr Glanz, mehr Schwung, weniger Spliss und vor allem für weniger Haarbruch. Besonders bei einer langen Haarpracht geeignet aber leider nicht ganz günstig (ca. 120 €).
  3. Die richtige Haarbürste! Ich schwöre auf den Tangle Teezer, der bei langen und gefärbten Haaren wahre Wunder bewirkt. Die Haare lassen einfacher durchbüsten ohne unnötig an den Haaren zu zerren und so die Haarstruktur zu beschädigen.
  4. Natürliche Mittel gegen Haarausfall sind Lebensmittel mit hohen Zink und Biotin Spurenelementen. Das sind vor allem Nüsse, Sojabohnen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Fische, Eier sowie Milchprodukte.
  5. Nahrungsergänzungsmittel, wie Zink, Eisen oder Biotin, schützen die Haarwurzel und stärken diese von innen heraus. Das hilft natürlich nur, wenn die Ursache des Haarausfalls eine Mangelernährung ist, deshalb immer einen Arzt aufsuchen, der euch die richtige Therapie verschreibt. Das gilt auch für andere Arzneimittel, die wahre Wunder versprechen. Oft sind diese wissenschaftlich nicht bewiesen. Bei anlagebedingten Haarausfall hat sich jedoch der Wirkstoff Minoxidil bewährt, der die Durchblutung der Haarfollikel stärkt und so für eine bessere Nährstoffzufuhr sorgt. Generell muss immer abgewogen werden, wie stark eventuelle Nebenwirkungen ausfallen. Gerade der Hormonhaushalt von Frauen kann schnell durcheinander geraten. Daher immer zum Experten und euch gut beraten lassen.

Viele Frauen leiden unter Haarausfall, oft ist es zum Glück nur temporär und mit einem Besuch beim Arzt bald überstanden. Bei mir waren es damals vor allem Stress und eine Hormonumstellung (Adieu Pille!), die mein Haar erschütterten. Zum Glück ging es bei mir nach ein paar Monaten wieder vorbei und mein Haar hat sich erholt. Also: Nicht Haare raufen, sondern durchatmen und eurem Körper Gutes tun.

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.