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Alpe Adria Radweg – Von Kärnten nach Italien

Heute nehme ich euch mit auf’s Rad! Die wunderschöne Strecke von Kärnten bis nach Bella Italia darf ich euch nicht vorenthalten – ein kultureller, landschaftlicher und kulinarischer Genuss!

Ist eine Reise in Aussicht, denke ich nicht lange nach. Jede Chance, um neue Kulturen, Menschen und Landschaften zu entdecken, wird ergriffen! Als ich jedoch die Einladung für den Alpe Adria Radweg bekam, zögerte ich zuerst doch eine Viertelsekunde.

Das Programm versprach nämlich eine Reise mit dem E-Bike und zwar von Kärnten nach Italien. Von Österreich nach Italien mit dem Fahrrad: Das klingt erstmal nach einer Strecke, für die sportliches Potential angebracht ist. Allerdings erlosch dieser Gedanke schnell wieder, da der Selbstlaut „E-“ vor dem Bike tatsächlich für sich selbst spricht und mit diesem gewissen Antrieb traue auch ich mir den Fahrradsport zu. An dieser Stelle sei gesagt, dass wir eine durchwachsene Gruppe jeden Alters waren. Jeder, der gerne Fahrrad fährt, kann den Drau- und Alpe Adria Radweg locker bewältigen. Mit dem E-Bike ist das Ganze schon fast richtig gemütlich. Damit ihr eine Idee von der Strecke bekommt, nehme ich euch in diesem Artikel mit auf die Radtour.

alpe adria radweg

Los geht es am Flughafen Klagenfurt, wenn ihr wie ich mit dem Flugzeug anreist. Hier könnt ihr euch einen Transfer buchen, der euch zum Hotel bringt. Wir wurden während der gesamten Zeit von Fun Active Tours begleitet. Diese tollen Helfer sorgen dafür, dass ihr euch nicht um den Gepäcktransport kümmern müsst und auch mal Fahrräder transportieren lassen könnt, zum Beispiel bei Unwetter. Sie begleiten euch während der kompletten Tour, wenn ihr möchtet.

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Tag 1: Der Kleinsasserhof

Unserer Reise stand unter dem Motto „genüsslich“ und somit ging es am ersten Abend gleich mit Speis und Trank im Kleinsasserhof los. Der Kleinsasserhof bietet vor allem traditionelle österreichische Küche. Dabei verwenden die Köche hauptsächlich Produkte aus der eigenen Landwirtschaft des Hofes. Der Rest kommt von befreundeten Lieferanten aus der Umgebung. Das Hotel ist mit vielen Sammlerstücken dekoriert, die vom Kunst- und Flohmarkt und von Freunden der Betreiber stammen. Er gilt als Insidertipp, liegt etwas versteckt und abgelegen in Kleinsaß, eine 10-minütige Fahrt von Spittal an der Drau und dem Millstätter See entfernt. Nach dem Genuss des Essens, in meinem Fall der leckeren Spinatnudeln und gutem Weißwein, ging es zurück ins Hotel Ertl. In dessen Betten könnt ihr gemütlich die nötige Energie für den nächsten Tag tanken.

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Tag 2: Auf nach Villach und zum Karawankenhof

Nach dem Frühstück  war es dann soweit: Wir durften unsere Fahrräder entgegen nehmen und Pacco Wrolich erklärte uns alles zu unserer Tour. Pacco ist ein waschechter Radsportler, der bereits an der Tour de France teilnahm. Die Tour des Drau- und Alpe Adria Radwegs führte uns von Spittal an der Drau flussabwärts nach Villach. Hier fahrt ihr am schönen Flussufer entlang und könnt eure Nasen in die frische See-Luft strecken.

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Im Städtchen Villach angekommen, habt ihr dann verschiedene Möglichkeiten, um euch zu stärken. Ein Gang durch die hübsche Altstadt lohnt sich und das Innere der Kirche am Stadtpark leuchtet in den schönsten Farben. Wir entschieden uns für ein Mittagessen im Villacher Brauhof. Das Restaurant bietet eine hübsche Außenterrasse und die Bedienung ist sehr offen und freundlich. Das Essen war auch sehr lecker! Einen Überblick über die Highlights der Kulinarik der Reise gibt es später.

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Ein kleiner Insider-Tipp: Bei dem Radbutler könnt ihr eure Fahrräder direkt am Drauradweg parken und in Ruhe eine Sightseeing- oder Shopping-Tour genießen. Eine kleine Fahrradpflege gibt es als Bonus gratis dazu.

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Danach ging es zurück auf die Räder und weiter zum Karawankenhof in Warmbad Villach. Das Hotel bietet ebenfalls köstliches Essen und ihr könnt als Besucher alle Bereiche der Kärnten Therme nutzen. Vor allem bei schlechtem Wetter gibt es nichts besseres als es sich in der Therme gut gehen zu lassen nach dem Sport! Das Fitnessstudio der Kärnten Therme lässt sich auch sehen und ist mit modernen Geräten ausgestattet. An diesem Tag sind wir ca. 45 Kilometer gefahren.

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Tag 3: In Regencapes gehüllt Richtung Bella Italia

An diesem Tag verließ uns der Sonnenschein leider und wir mussten unsere Regencapes überziehen. Denkt bei eurer Radtour daran, Outdoor-Bekleidung einzupacken und euch möglichst so zu kleiden, dass ihr euch dem Wetter schnell anpassen könnt. Das Klima ändert sich zum Teil schlagartig. Während es eben noch geregnet hat und kalt war, ist es im nächsten Moment sonnig und warm. Auch bei nicht so gutem Wetter lohnt sich die Tour, denn der Regen und der Nebel sorgen für eine tolle mystische Atmosphäre in den Bergen und an den Seen. Hier seht ihr den Lago Superiore Di Fusine, den wir auf den Weg nach Bella Italia zu Gesicht bekamen.

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Die Strecke führt entlang der Gail und einer alten Bahnstraße über Tarvis. Hier könnt ihr im Sommer auch zahlreiche Ausflüge mit Natur- und Alpenführern machen. Tarvisio liegt im größten Wald in Staatsbesitz Italiens: ca. 24 Hektar Alpengebiet. Der Wald erstreckt sich bis zur Grenze zu Österreich und Slowenien. Unser persönliches Tagesziel war Malborghetto und außerdem die Seilbahn auf den Monte Lussari. Der Luschariberg ist 1789 m hoch und er beherbergt unter anderem eine kleine Dorfkirche und Kühe.

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Unser Essen nahmen wir in der Casa Oberrichter zu uns. Dieses Hotel und die Küche sind der Wahnsinn. Hier steckt so viel Liebe und Handarbeit in jedem Detail. Die Betreiber des Oberrichters haben die Inneneinrichtung selbst erarbeitet und bemalt. Auf dem Speiseplan steht hier unter anderem Biersuppe – die solltet ihr probieren! An diesem Tag legten wir ca. 40 Kilometer zurück.

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Tag 4: Von Antipasti, Chiusaforte und Venzone

Dies war unser letzter Tag. Schade! Ich wäre auch noch weiter ins Innere Italiens geradelt. Von Malborghetto-Valbruna ging es weiter Richtung Süden, durch Pontebba nach Venzone. Das sind ca. 50 Kilometer. Mit durschnittlich 25 Km/h macht das Radfahren richtig Spaß.

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Ich liebe es, Strecken hautnah zu erleben und zu verstehen, wie Gebiete miteinander zusammenhängen. Auch kulinarisch ist es interessant, wie sich Küchen gegenseitig beeinflussen und so in Grenzgebieten zum Beispiel eine gemixte Küche entsteht. Unser Mittagessen nahmen wir bei einem Zwischenstopp bei der Stazione di Chiusaforte zu uns.

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Klassisch italienisch werdet ihr hier mit Antipasti und Pasta versorgt. Super lecker! Wir waren auch nicht die einzige Gruppe, die hier pausierte und einen Rast einlegte. Hier könnt ihr heiteren Italienern lauschen, die temperamentvolle Gespräche führen. Da uns das Wetter bald jedoch einen Strich durch die Rechnung machte und es donnerte und blitzte, riefen wir unseren Retter in der Not: Unseren Fahrer samt Fun Active Tours Mobil. Dieser brachte uns schließlich zurück zum Karawankenhof. Damit war das Ende unserer Reise eingeleutet, die wir bei einem schönen Abendessen Revue passieren ließen. Zu guter Letzt kommt hier eine kleine Übersicht der kulinarischen Highlights:

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