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10 TIPPS TO BE A FASHIONWEEK INSIDER

nächste woche geht der trubel von vorne los, die berlin fashionweek startet. dazu öffnen zahlreiche messen wie die bread&butter, bright oder premium ihre tore. von überall reisen journalisten, einkäufer und weitere wichtige modemenschen an, um die neuesten designerkollektionen zu begutachten. da will man gut vobereitet sein…

ganz wichtig ist es, sich unbedingt als insider auszugeben, um dazu zu gehören, mit möglichst viel wissen zu prahlen, twitter und instagram mit den korrekten hashtags zu bedienen und die facebookfreunde mit frontrow-fotos neidisch zu machen.

wie das funktioniert hat nevereverever.me in einem knallharten 10-punkte plan nun hier aufgeführt.

1. zuallererst: freu dich auf keinen fall über deine akkreditierung – es könnte dich als neuling entlarven. sei nicht begeistert über die bree-goodiebag und ihren inhalt, der ist nämlich „bescheuert und nutzlos“ (merk dir diese formulierung).

2. sei genervt von der berlin fashionweek, denn sie kann „nicht im entferntesten“ (auch gut zu merken) mit mailand oder paris mithalten. sprich über die schauen in anderen städten, die du dir vorher natürlich genauestens im internet betrachtet hast, und über die großartigen kollektionen, die dort gezeigt wurden.

3. sei nicht begeistert von den designern – sie sind aus deutschland, also nichtssagend. wenn du aber eine einladung zu kaviar gauche, hugo und co. hast, dann poste sie unbedingt auf allen social media kanälen, um deine wichtigkeit hervorzuheben.

4. zieh dich möglichst auffällig an und treib dich vor dem zelt herum (das klappt auch ohne akkreditierung). wenn du zur richtigen zeit da bist, sind die streetstyle-fotografen auf der pirsch.

5. hab mindestens drei parties parat, die du für jeden tag auf abruf hast. sei gestresst, weil du nicht weißt, wie du deinen ganzen einladungen nachkommen sollst. für die voll-profis: alle veranstaltungen zum angeben findet ihr hier zum auswendiglernen.

6. geier nicht nach den f-promis, die unter lautem schreien der rüpelhaften fotografenmeute abgelichtet werden – so viel aufmerksamkait willst du doch sowieso nicht. konzentriere dich lieber auf deine nächste streetstyle pose.

7. treibe dich vor der show unbedingt auf dem catwalk herum und führe (wenn auch vorgetäuscht und mit heimlichen seitenblicken nach den seatern) angeregte gespräche. bleibe so lange dort, bis der seater dich kurz vor beginn der show genervt auf die letzten freien plätze in der front row bugsiert.

8. wenn du es in die front row geschafft hast, vergiss bloß nicht, alle anderen anwesenden anzutwittern: „wo sitzt du? ich seh dich nicht. bin block xy, ganz vorne links. wink mal.“

9. triff dich nach der show mit anderen besuchern vor dem zelt und diskutiere über die schreckliche musikauswahl, schlaksige models und die nicht vorhandene goodiebag. und warum saß eigentlich verena kehrt in der front row?!

10. sei genervt von der fashionweek.

extratipp: für den richtigen gesichtsausdruck einfach die mimik des kameraden rechts studieren, da gehen die mundwinkel auch beim lächeln nach unten.

noch eine letzte anmerkung: wer sich nun ärgert und denkt, die hochnäsige vreni ist da in manchen punkten doch genauso (instagram zum beispiel), dem lege ich diesen link zur vertiefung des eben gelesenen artikels nahe.

zu allerletzt: wer gerne neidisch ist, findet vreni bei facebook, instagram (nevereverever_me) und twitter (hier allerdings nur sehr faules posten bislang).

picture credit: mbfw newsroom

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.