TOP
Umweltfreundliches Badezimmer

10 Tipps für ein umwelt-freundliches Badezimmer

Noch immer verwenden wir im Badezimmer jede Menge Produkte, die umweltbelastende Chemikalien beinhalten, aus Plastik hergestellt oder sogar nur einmal nutzbar sind. Dabei gibt es tolle nachhaltige Alternativen für ein umweltfreundliches Badezimmer.

1. Naturkosmetik

Die Umweltverschmutzung, die durch Mikroplastik in unseren Kosmetikprodukten verursacht wird, ist katastrophal. Denn Kläranlagen können die winzigen Schadstoffe nicht herausfiltern und so landet alles in unseren Flüssen, Gewässern und Meeren. Trotzdem gibt es noch kein gesetzliches Verbot. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir als Verbraucher*innen darauf achten, Produkte ohne Mikroplastik zu kaufen. Hier haben wir euch fünf Kosmetika aufgelistet, die frei von Mikroplastik und schädlichen Kunststoffen sind.

2. Menstruationscup oder Period Panty

Es ist toll zu sehen, wenn nachhaltige Alternativen zum Trend werden beziehungsweise überhaupt mal Alternativen zur Diskussion stehen. Denn sind wir mal ehrlich, der monatliche Müll, der durch Tampons verursacht wird, ist enorm und sollte, wenn möglich, vermieden werden. Und nicht nur unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, sondern auch für unsere Körper wird es höchste Eisenbahn, dass wir andere Produkte ausprobieren. Also weg von Tampons mit unzähligen chemischen Inhaltsstoffen und hin zum nachhaltigen Menstruationscup. Am Anfang ist dieser zugegebenermaßen nicht ganz einfach in der Handhabung, aber Übung macht die Meisterin. Und irgendwann wollt ihr gar nicht mehr zurück zur Tampon-Ära. Eine andere tolle Option ist die Period Panty, die bis zu drei Tampons ersetzen kann. Vreni hat mehrere Panties für euch getestet und ist absolut überzeugt. Die Zeiten, in denen wir verstohlen mit Codewörtern und im Flüsterton Tampons an eine Freundin in Not übergeben haben, sind definitiv vorbei.

Umweltfreundliches Badezimmer

Den Menstruationscup gibt es in vielen verschiedenen Größen, Formen und Farben. © Yulia Grigoryeva/ unsplash.com

3. Wiederverwendbare Abschminkpads

Zum Abschminken, für das wöchentliche Peeling oder nach der Gesichtsreinigung – Wattepads waren viele Jahre mein täglicher Begleiter im Badezimmer. Dabei mag ich mir gar nicht vorstellen, wie hoch der Müllberg an Wattepads ist, den alleine ich verursacht habe. Ein umweltfreundliches Badezimmer ist das definitiv nicht. Aber auch hier gibt es eine naheliegende Alternative, die wiederverwerndbaren Abschminkpads. Einfach befeuchten, Gesicht reinigen und anschließend mit warmen Wasser die Pads auswaschen oder zur Reinigung in der nächsten Wäscheladung in der Maschine mit waschen. 

4. Tschüss Einwegrasierer!

Noch so ein Produkt, das viel zu schnell im Müll landet. Nachhaltig ist das jedenfalls nicht und deshalb sollten Rasierer benutzt werden, die langlebiger sind. Eine Option sind sogenannte Rasierhobel, die ähnlich wie Nassrasierer funktionieren. Oder ihr benutzt den klassischen Rasierer und tauscht die Klingen bei Bedarf aus – alles besser als die lästigen Einwegrasierer.

5. Naturseife

Das Einmaleins zum nachhaltigen Händewaschen ist so plausibel und einfach, dass ich mich wirklich frage, wieso ich es so selten umsetze. Zum Händewaschen ein Stück Handseife anstatt Flüssigseife im Plastikspender zu verwenden. Handseifen gibt es in Drogerien zu kaufen. Im Bio-Laden findet ihr zudem eine große Auswahl an unverpackten Seifen.

6. Putzmittel

Mehr ist mehr oder etwa nicht? So viele verschiedene Putzmittel, wie wir zu Hause stehen haben, sollte man das meinen. Aber Pustekuchen, denn eigentlich reichen fünf Hausmittel um das Bad zu reinigen: Natron, Essig, Zitronensäure, Soda und Kernseife. Im Gegensatz zu konventionellen Reinigern spart ihr Geld, Abfall und schont die Umwelt, denn die ganzen Chemikalien in den herkömmlichen Putzmitteln können nicht alle in den Kläranlagen gefiltert werden und landen mal wieder in unseren Gewässern.

Umweltfreundliches Badezimmer

Diese Übersicht zeigt, was man ganz einfach im Badezimmer austauschen kann. © Nina Fedorova/ unsplash.com

7. Po-Dusche

Po-Was? Die Po-Dusche soll bis zu 50 Prozent unseres Klopapierverbauchs senken. Zuerst dachte ich, es sei eine Zahnbürste, so schlank und elegant sieht die Po-Dusche von happypo aus. Im Gebrauch hatte ich sie noch nicht, aber ich habe mir sagen lassen, dass der starke Wasserdruck einen sehr sauberen Popo hinterlässt. Da hilft wohl nichts als ausprobieren – der Umwelt zuliebe.

8. Wasserverbrauch reduzieren

Ein umweltfreundliches Badezimmer bedeutet eben auch ressourcenschonend zu agieren und einen Blick auf den eigenen Wasserverbrauch zu haben. Beim Zähneputzen oder beim Rasieren unter der Dusche immer das Wasser ausstellen. Generell ist tägliches Duschen gar nicht so gut für unsere Haut und Haare, die dadurch übermäßig beansprucht werden. Theoretisch müsst ihr auch nicht nach jedem Toilettengang die Spülung drücken. In Südafrika gibt es das Sprichwort: If it’s brown, flush it down. If it’s yellow, let it mellow.

9. Shampoo Bars 

Plastikmüll gilt es zu vermeiden, deshalb sind die Shampoo Bars eine tolle Möglichkeit die Umwelt zu schonen und weniger Müll zu produzieren. Mittlerweile gibt es die Bars von vielen verschiedenen Anbietern in allen möglichen Varianten. Preislich liegen die Shampoo Bars zwischen 5 und 10 Euro.

Umweltfreundliches Badezimmer

Die eigene Lieblingsseife zu finden, kann auch richtig Spaß machen. © SpelaG91/ unsplash.com

10. Wattestäbchen

Kleinvieh macht auch Mist und so ist es schön zu sehen, dass es mittlerweile auch in den Drogerien Wattestäbchen mit einem Stiel aus Pappe zu kaufen gibt. Noch nachhaltiger sind biologisch abbaubare Bambus-Wattestäbchen, die ohne Farbstoffe, Chemie oder Plastik auskommen.

Ein umweltfreundliches Badezimmer  – es kann so einfach sein.

Habt ihr weitere Tipps?

Titelbild: © mama_mia/ unsplash.com

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.