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Warum Mikroplastik, wenn es auch ohne geht?

Mikroplastik in unseren Kosmetikartikeln verunreinigt die Umwelt, denn es kann NICHT recycelt werden und belastet die Meere wie auch deren Bewohner. Es wird Zeit zu handeln.

Viele glauben, dass die Kosmetik die wir alltäglich benutzen frei von schädlichen Kunststoffen ist. Das ist ein großer Trugschluss. Zwar verzichten einige Kosmetikhersteller weitestgehend auf Mikroplastik, der als fester Bestandteil und kleiner als fünf Millimeter definiert ist, gleichzeitig führen diese Unternehmen den Kosmetik- und Pflegeprodukte jedoch flüssige, wachsartige, pastöse und pulvrige Kunststoffe hinzu, die ebenfalls in die Meere gelangen und dort enormen Schaden anrichten können. Somit habt ihr vielleicht ein Produkt ohne Mikroplastik dafür aber mit flüssigen Kunststoffen, die genau so schädlich sind.


(c) Fred Dott / Greenpeace

Umweltverschmutzung durch Mikroplastik 

Wir verwenden Kosmetik- und Reinigungsprodukte in unseren Badezimmern, wo es über unser Abwasser in die Meere gelangt. Das Problem: Mikroplastik kann von Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. In den Meeren, Gewässern und Flüssen sammeln sich an den Plastikpartikeln Schadstoffe (wie die giftige und krebserregende Chlorverbindung PCB), die wiederum von Fischen aufgenommen und letzten Endes dann auf unseren Tellern landen. Ganz abgesehen von der Vermüllung der Meere, kann das doch niemand wollen! Dabei ist noch ausstehend, welche verheerende gesundheitliche Folgen das auf lange Sicht haben wird. Wissenschaftler gehen von Allergien, Unfruchtbarkeit bis hin zu Herz- und Krebserkrankungen aus. 

Shampoos, Gels, Peelings, Lippenstifte,…

Für uns Verbraucher ist es nur schwer zu erkennen, welche Kosmetika Mikroplastik oder schädliche Kunststoffe enthalten. Das Fachchinesisch auf den Produkten verwirrt und führt manchmal hinters Licht. Greenpeace hat online eine Liste zusammengestellt mit Fachbegriffen für alle gängigen Kunststoffen in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten:

• Acrylate Copolymer (AC) • Acrylate Crosspolymer (ACS) • Dimethiconol • Methicone • Polyamide (PA, Nylon) • Polyacrylate (PA) • Polymethyl methacrylate (PMMA) • Polyquaternium (PQ) • Polyethylene (PE) • Polyethylene glycol (PEG) • Polyethylene terephthalate (PET) • Polypropylene (PP) • Polypropylene glycol (PPG) • Polystyrene (PS) • Polyurethane (PUR) • Siloxane Silsesquioxane

Ich versteh nur Bahnhof

Ein einheitliches Verbot dieser schädlichen Inhaltsstoffe ist längst überfällig. Wer hat schon die Muße, all die Fachbegriffe gegenzuchecken? Trotzdem sollten wir versuchen, bewusster einzukaufen. Mit Hilfe der Codecheck-App (iOS | Android) könnt ihr im Laden schnell überprüfen, was sich alles hinter dem Fachchinesisch verbirgt. 

Mikroplastik

Fünf Kosmetika frei von Mikroplastik und schädlichen Kunststoffen

1. Weleda ist ein Naturkosmetikhersteller, der bereits beim Anbau und Abbau der Rohstoffe auf eine nachhaltige und ökologische Vorgehensweise achtet. Natürlich wird auch auf Tierversuche verzichtet. Der mikroplastikfreie Reinigungsschaum entfernt mühelos Make-Up aus dem Gesicht und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. Bei meiner oft trockenen Haut ein wahrer Helfer im Badezimmer.

2. Lavera, ebenfalls Naturkosmetik, hat eine große Palette an Kosmetikprodukten zu sehr fairen Preisen. Auch hier werdet ihr ohne Bedenken einkaufen können, da alle Produkte frei von Mikroplastik sind. Mein Favorit für den Sommer: Der Colour Intense Lipstick in Pink (bei dm für 5,45 €).

3. Dr. Hauschka Kosmetik brachte bereits 1967 die ersten Produkte auf den Markt. Die Kosmetik soll als pflegende Ergänzung zur Gesundheitserhaltung der Haut dienen und das tut sie wirklich! Ich nutze schon seit langem die Handcreme (50ml für 11€) und wenn es der Geldbeutel zulässt auch andere pflegende Produkte wie die Rosen Tagescreme leicht (30 ml für 20,50 €), die sich wunderbar als Make-Up-Grundlage eignet.

4. Das Peeling der Kosmetikmarke Annemarie Börlind klärt und pflegt die Haut wunderbar. Alle Produkte stellt das Unternehmen im Schwarzwald her und beweist dabei, dass Mikroplastik und schädliche Kunststoffe in Kosmetik- und Pflegeprodukten absolut überflüssig sind. Das Peeling gibt es online für 21,90 €.

5. Und noch ein Naturkosmetikhersteller schafft es in die Top-Five: Sante. Seit fast 40 Jahren produziert Sante Kosmetik ohne Kunststoffe und ohne Mikroplastik. Das Jeden Tag Shampoo Bio-Aloe & Bisabolol extra sensitiv (4,99€) ist für besonders empfindliche Kopfhaut geeignet und schenkt dem Haar einen natürlichen Glanz.

6. Weil es so schön ist, gibt es noch eine Empfehlung on top: Paula’s Choice Skincare hat viele tolle Produkte im Sortiment wie den Calm Nourishing Cream Gesichtsreiniger. Der Reiniger pflegt die Haut beim Abschminken und beruhigt gerötete Stellen. Kostenpunkt: 23 Euro. Paulas Choice führen wir zum Schluss auf, weil die Marke in manchen Produkten andere Stoffe enthält, die nicht gut für die Umwelt sind, zum Beispiel Palmöl, oder auch Ingredienzen, die in manchen Fällen Allergien auslösen können. Das haben wir mit der Codecheck App herausgefunden.

Wie ihr seht, habe ich viel Naturkosmetika aufgeführt, denn die ist frei von Tierversuchen, schädlichen Kunststoffen sowie Mikroplastik. Welche Kosmetik verwendet ihr? Achtet ihr auf die Inhaltsstoffe?

Eva kam durch Vrenis legendären Flohmarkt zu neverever.me - nach einem Praktikum war klar, hier möchte sie bleiben. Jetzt ist Eva heißgeliebter Bestandteil des Teams. Nachhaltigkeit und Veganismus sind ihre Herzensthemen. Wenn sie nicht bloggt, dann findet ihr sie in der Uni-Bibliothek, wo sie (mal mehr mal weniger fleißig) für ihre Bachelorarbeit recherchiert.