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Sei auch du Teil der Fashion Revolution

Dieser Artikel enthält Produktplatzierung

Wer hat eigentlich meine Klamotten angefertigt? Und unter welchen Umständen? Wir brauchen dringend mehr Transparenz in der Mode und fordern eine Fashion Revolution.

Wir erinnern uns in der letzten Aprilwoche Zeit an das schreckliche Unglück rund um das Rana-Plaza-Gebäude in Savar, einem Stadtteil von Dhaka in Bangladesch. Bei dem Fabrikeinsturz am 24. April 2013 starben rund 1130 Menschen und mehr als 2500 wurden verletzt. Die Katastrophe zog die Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die hinter der Herstellung vieler Kleidungsstücke stecken.

Who made my Clothes?

Die Fashion Revolution Week gedenkt jedes Jahr den Opfern von Rana Plaza und spornt vor allem uns Konsumenten dazu an, mit dem Hashtag #whomademyclothes mehr Transparenz bei den jeweiligen Unternehmen und der Politik einzufordern. Man muss über die Zustände Bescheid wissen, dann kann man sie ändern. Tausende Marken sind bereits transparenter und fairer geworden, aber ein Ende der unzumutbaren Zustände ist noch nicht in Sicht.

Auch ich bin mit Schuld daran. Ich kaufe bei Fast Fashion Labels wie Asos oder h&m, ich kaufe Nike Sneaker und und und. Ganze Teile meines Kleiderschranks sind geprägt von brutaler Ausbeutung, unmenschlichen Arbeitsbedingungen und gesundheitsgefährdenden Chemikalien. Seit geraumer Zeit befasse ich mich zunehmend mit Fairness und Nachhaltigkeit. Mein Ziel momentan ist es, in jedes Outfit mindestens ein nachhaltiges Stück zu integrieren. Das gelingt oft, aber nicht immer. Deshalb ist für mich ab sofort jeder Tag Fashion Revolution Day.

fashion revolution

Ich möchte nicht, dass Menschen für meine Looks leiden. Natürlich werfe ich jetzt nicht meine alten Sachen weg und ich werde auch weiterhin sicherlich das ein oder andere Fast Fashion Teil kaufen, aber mit der Zeit wird sich mein Modeverständnis hoffentlich weiterhin wandeln und ich kann ganz darauf verzichten, unfair produzierte Dinge zu tragen. Es geht auch bei der Fashion Revolution Week nicht darum, alles sofort richtig zu machen, sondern um das Bewusstsein um die Produktionsbedingungen.

Ungefähr 75 Millionen Menschen schuften, um schöne Klamotten für uns herzustellen, 80% von ihnen sind junge Frauen im Alter von 18-35. Sie leben in Armut, werden verbal und körperlich missbraucht und arbeiten unter unsicheren und unmenschlichen Bedingungen.

23.882014°(N) I 90.280787° (E)

Es ist an uns allen, diese Welt besser zu machen. Deshalb hat Armedangels ein besonderes Shirt im Rahmen der Fashion Revolution Week 2018 entworfen. Die Rückseite soll an das Unglück erinnern, das nie vergessen werden darf: “Remember 23.882014°(N) I 90.280787° (E)“ steht repräsentativ für die geographischen Koordinaten des Rana Plaza Komplexes. Die Vorderseite des Shirts steht für den Aufruf, gemeinsam etwas zu verändern: “It’s on us to…”

fashion revolution week

Die T-Shirts sind ausschließlich aus Produktionsresten hergestellt und damit besonders nachhaltig. Den gesamten Gewinn aus dem Verkauf der T-Shirts spendet Armedangels an die National Garment Workers Federation (NGWF). Diese Organisation veranstaltete nicht nur die Protestaktionen nach dem Rana Plaza Unglück, sondern beteiligt sich darüber hinaus an der Entwicklung eines Gebäude- und Brandschutzabkommens für Bangladesch, unterstützt Textilarbeiter*innen dabei, juristisch gegen schlechte Bezahlung sowie ungerechtfertigte Entlassungen vorzugehen und setzt sich aktiv für mehr Frauenrechte in Bangladesch ein.

Mach mit bei der Fashion Revolution!

Nicht nur in dieser Woche, sondern jeden Tag gilt: Jeder von uns hat die Macht, etwas zu verändern. Du kannst dich zum Beispiel über die Produkte, die du kaufst, erkundigen. Fordere unter dem Hashtag #whomademyclothes Unternehmen mit fragwürdigen Produktionsbedingungen dazu auf, transparenter zu werden. Schaffe Aufmerksamkeit, damit auch deine Mitmenschen stärker hinterfragen, was sie jeden Tag tragen. Darüber hinaus, tue das alles bitte nie mit einem Zeigefinger auf andere, sondern stets mit viel Shalömchen und Liebe im Herzen.

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Bilder über armedangels, Fashionrevolution.org

Vreni ist Maître d'Internet, Sinnfluencer und trägt ihr Herz auf der Zunge. Seit fast einem Jahrzehnt bloggt sie sich durchs WWW und widmet sich mit Herzblut auch kritischen Themen in ihrer Branche.