Die Wahrheiten über Leitungswasser

Man hört oft, dass wir in Deutschland eine wirklich sehr gute Wasserqualität haben. Gerade bei uns in Berlin soll das Leitungswasser besser sein, als das aus Plastikflaschen. Stimmt das?

Verglichen mit anderen Ländern muss das Wasser in Deutschland doch gut sein, immerhin sind wir ein wohlhabendes Land, das im Allgemeinen viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit legt. Wir haben strenge Richtlinien und Kontrollen. Aber was sind eigentlich Indikatoren, die gutes Trinkwasser ausmachen?

In Deutschland gibt es 56 festgelegte Grenzwerte für Wassertests, so zum Beispiel für Farbe, Trübung, Geruch, Geschmack, Mineralien, pH-Wert oder Verunreinigungen.

“Trinkwasser beziehungsweise Leitungswasser wird in Deutschland sehr streng kontrolliert und kann daher unbedenklich und ohne weitere Behandlung getrunken werden.”

Diese Aussage stammt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Was stimmt: Es gibt mehr Indikatoren für die deutsche Trinkwasserverordnung als für Mineralwasser – das heißt, Leitungswasser wird strenger kontrolliert als Mineralwasser. Das Trinkwasser setzt sich aus verschiedenen Wasserquellen zusammen: Oberflächenwasser, Quellwasser und Grundwasser. Im Vergleich zu natürlichem Mineralwasser ist es mineralstoffarm.

leogant leitungswasser

Das Problem mit den Grenzwerten von Leitungswasser

Die Grenzwerte für das Trinkwasser werden zwar geprüft und überwacht, jedoch gibt es für einige Schadstoffe wie zum Beispiel Hormone oder Medikamente und deren Rückstände keine Grenzwerte, die getestet werden. Um der Antwort auf die Frage von gutem Trinkwasser wirklich nahe zu kommen, müsste die Ausgangsfrage also vielmehr sein: Wie viele Stoffe befinden sich im Leitungswasser? Hierzu schreibt Thomas Hartwig, Ernährungsberater und Gründer der Firma Leogant:

“Schließlich sind in Deutschland aktuell allein über 50.000 verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Markt (…). Für die meisten der darin enthaltenen Wirkstoffe gibt es bezüglich des Leitungswassers keine Grenzwerte, die verbindlich abgefragt und eingehalten werden müssen. Dazu kommen noch Rückstände aus Industrie und Landwirtschaft sowie Mikroplastik aus Kosmetikprodukten, die zusammen nochmals dieselbe Anzahl möglicher Schadstoffe ergeben – und auf die das Leitungswasser ebenfalls nicht überprüft wird. Das heißt: Weniger, als 0,1 Promille der möglichen Verunreinigungsstoffe im Wasser werden getestet.”

Die eigene Leitung muss sauber sein

Zudem garantieren nur Privatanalysen, die sich direkt auf das Wasser als Endprodukt aus dem Wasserhahn beziehen, eine gute Qualität des Trinkwassers. Denn gerade bei Häusern, die vor 1973 gebaut wurden, kann das Trinkwasser durch Rückstände von Bleirohren verunreinigt sein. Da Blei ein Nervengift ist, kann dies sehr ungesund sein und gerade für Kinder und Schwangere zum Problem werden. Kalk hingegen ist übrigens kein Problem für den Körper, dieser enthält Calcium und was der Körper nicht braucht, scheidet er aus. Der Kalk im Wasser hat auch nichts mit dem Kalk in Gefäßen zu tun, der beispielsweise durch erhöhte Cholesterinwerte ablagert.

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Nitrat und Nitrit

Ein weiteres Problem, das in den vergangen Jahren immer wieder Thema war, sind die Nitratgehalte im Trinkwasser. Nitrat ist eine Stickstoffverbindung und wird im Körper teilweise zu Nitrit umgewandelt. Dort oxidiert es mit dem Blutfarbstof Hämoglobin zu Methämoglobin. Dadurch kann der Sauerstoff nicht mehr vollständig an die Zelle abgegeben werden. Vorsichtig sollten besonders Personen mit Darmerkrankungen und Kleinkindern sein. Gerade bei Babys kann ein hoher Nitratgehalt zur Blausucht führen. Die erhöhten Nitratwerte gehen auf die intensive Massentierhaltung zurück und das Ausscheiden von Gülle, die das Grundwasser vergiftet.

Hierzu sollte man jedoch auch wissen: Die bedenklichsten Quellen für Nitrat und Nitrit sind Fleisch- und Wurstwaren (Nitritpökelsalz) und auch Gemüse. 1 Kilogramm Kopfsalat, Weißkraut oder Spinat können bis zu 6 Gramm Nitrat enthalten. Um diese Menge mit Leitungswasser bei dem Höchstwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter zu trinken, müsste man 120 Liter verzehren. Jeder, der sich Sorgen um das Nitrat im Wasser macht, sollte also auch über das eigene Essverhalten nachdenken.

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Fazit – Wasser selbst filtern

Das eigene Wasser schützen können wir nur, indem wir verhindern, dass überhaupt so viele Schadstoffe hineingelangen. Tipps dazu könnt ihr hier nachlesen. Eine tolle Lösung bietet Leogant mit seinen mobilen Auftischfiltern, die wir gerade testen. Damit kann jeder ohne großen Aufwand aus fast jedem Wasserhahn sein eigenes Wasser in Quellwasserqualität zapfen. Einfach das Sieb am bestehenden Wasserhahn entfernen, das Umlenkventil anschrauben, den Hebel umlegen und genießen. Das ist wirklich supereasy! Mit dem Umschaltventil kann zwischen quellfrischem und ungefiltertem Wasser gewählt werden.

Der verwendete Filter ist bakteriensicher und muss nur alle 6 Monate gewechselt werden. Ein Leogant Filtersystem ist deshalb besser als ein Kannenfilter, da letztere nur auf Geschmacks- und Geruchsverbesserung des Wassers abzielen.

Bei der Firma Leogant gibt es ausschließlich Premium-Trinkwasserfilter der Firma Carbonit. Diese zielen auf die Schadstoffreduzierung und natürlich auch auf die Geschmacks- und Geruchsverbesserung des Wassers ab. Die Filter haben gesicherte Eigenschaften. Eine Reduzierung des Calcium- und Magnesiumgehaltes erfolgt durch Aktivkohle jedoch nicht. Dadurch bleibt das Wasser stabil im PH-Wert und behält seinen regional typischen Geschmack.

Ein großer Unterschied, den man nicht sieht, aber schmeckt und spürt.

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1 comment on “Die Wahrheiten über Leitungswasser

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