Der Zauber der Berlinale – eine Lobeshymne

Seit gestern steht unsere geliebte Hauptstadt im Zeichen des Films. Warum lohnt es sich, bei der Berlinale dabei zu sein? Hier kommt unsere Lobeshymne auf den Film.

Die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen in den Startlöchern. Seit gestern bis zum 25. Februar können sich Filmemacher*innen, Produzent*innen, Schauspieler*innen und viele mehr, auf der Berlinale präsentieren. Klar, das Festival ist insbesondere für alle Filmschaffenden ein absolutes Highlight. Neben Filmen gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm – Networking ist hier das Stichwort. Das Festival hat aber auch für Filmbegeisterte einiges in petto. Als Zuschauer ist jeder herzlich willkommen, der eines der begehrten Tickets ergattern kann. Meine drei Favoriten, für die ich glücklicherweise Tickets bekommen habe (juhuuu!): Unsane (Regisseur Steven Soderbergh), Utoya (R: Erik Poppe) und Mississippi Burning (R: Alan Parker). Letzterer läuft in der Kategorie Hommage und stammt aus dem Jahr 1988.

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Filme sind in der Kultur fest verankert

Filme sind Emotionen, Kunst, Unterhaltung. Sie kritisieren, zeigen gesellschaftliche Normen auf, setzen sich mit Geschehnissen auseinander. Filme sind das, was wir aus Ihnen machen, denn erst der Zuschauer gibt dem Gesehenen eine Bedeutung. Im Alltag ist es oft gar nicht möglich dem Film den Raum zu geben, den er verdient. Am Abend wird der TV oder Netflix eingeschaltet, nebenbei noch gegessen, mit der besten Freundin per WhatsApp geschrieben und die neuesten Animal-Fails auf YouTube geschaut. Wir schauen hin, ohne wirklich hinzuschauen.

Berlinale bündelt die Aufmerksamkeit

Das Programm bietet so eine facettenreiche, diverse, leidenschaftliche Auswahl an Filmen. In unterschiedlichen Kategorien wie Panorama, Berlinale Shorts oder dem Herzstück des Festivals, dem Wettbewerb, zeigen Filmemacher*innen, mit welchen Themen sie sich auseinandergesetzt haben. Insgesamt gehen 19 Filme ins Rennen um den heißbegehrten goldenen Bären. Für den Zuschauer schafft der Rahmen der Berlinale etwas ganz Tolles: Das bewusste Auseinandersetzen mit Filmen. Egal, ob du es nur für dich selbst machst, um ein neuen Blickwinkel auf ein Thema zu bekommen, als Gedankenanstoß, oder um beim nächsten Small-Talk auf einen der vielen ausschweifenden Berlinale Partys (die gibt es auch, fragt Vreni..) einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es macht einfach ungeheuren Spaß sich dem hinzugeben und über seinen eigenen Horizont hinauszuschauen.

Glam und Tamtam

Ihr schaut gerne Filme, aber eigentlich interessiert euch Robert Pattinson viel mehr? Kein Problem! Die Promi-Dichte in Berlin ist zu keiner Zeit im Jahr so hoch, wie zur Berlinale. In der Fan-Area könnt ihr euren Favorit-Stars zu jubeln und nebenan, vorm Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz, ist den ganzen Tag Star-Alarm. Mein persönlicher Girls-Crush ist definitiv Tilda Swinton, die dieses Jahr mit „Isle of Dogs“ von Wes Anderson den Auftakt der Berlinale eingeleitet hat.

Du bist zufällig in Berlin und weißt noch so gar nicht wohin? Dann ab zur Berlinale!

Hier findest du das Programm und die Online Tickets oder ihr versucht es an einen der vier Vorverkaufskassen.

Und für alle, die kein Ticket mehr bekommen haben:

Die Boddinale (Berlin Community Movie Festival) findet dieses Jahr das sechste Mal statt und ist komplett kostenfrei. In der Revalerstraße 99, im Urban Spree in Friedrichshain, werden vom 15.02. -25.02., parallel zur Berlinale, Kurz- und Langspielfime gezeigt. Bei kieziger Atmosphäre schmeckt das Feierabendbier umso besser.

Also hopphopp auf in den Kinosessel!

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