Bloody Mary Babes! Ich sehe rot

Bloooooody Mary, Freunde! Drei Teile Tomatensaft und ein Teil Vodka. So einfach ist es. Oder doch nicht? Ich habe mich vom Vollprofi in die Kunst des Bloody Mary einführen lassen.

Als London Lover gehört dieser Drink für mich zu einem guten Brunch wie der Bacon zu den Eiern. Der Cocktail ist einfach, geht aber auch raffiniert, wie ich jetzt bei Ketel One gelernt habe. Hier geht es keinesfalls nur um Tomatensaft und Vodka, sondern um kleine Geschmacksexplosionen. Keine geringere als Tess Posthumus hat mich in die kreative Kunst des Bloody Mary eingeführt.

Tess zählt zur den besten Barkeeperinnen der Welt, hat mehrfach Preise abgestaubt, ihr eigenes Cocktailbuch verfasst (kommt in einigen Wochen auch als englische Version auf den Markt) und sie eröffnet bald ihre erste eigene Bar in Amsterdam. Klingt alles schon ziemlich beeindruckend, wird aber noch toller, wenn man die Holländerin persönlich kennenlernt. Tess möchte man als Freundin haben, mit ihr Pferde stehlen und bei einem guten Drink über Gott und die Welt sinnieren.

Ich habe mit ihr über Barkeeping und Bloody Mary gesprochen.

ketel one bloody mary

Vreni: Wann und wie kam deine Entscheidung Barkeeperin zu werden?

Tess: Ich habe es nicht wirklich entschieden. Es war Schicksal. Neben meinem Studium der Soziologie hatte ich jeden Job der Gastrobranche durch. Nur Cocktails habe ich nie gemacht. Dann fing ich im berühmten Door74 in Amsterdam an zu kellnern. Ich sah den Barkeepern zu, las Bücher und Blogs und mixte irgendwann meine ersten Drinks. Weil das Door74 so eine weltbekannte Bar ist, wurde von mir erwartet, dass ich an Wettbewerben teilnahm. Wie es der Zufall so wollte, gewann ich einen und dann noch weitere. Danach wurde es echt verrückt. Aus meinem Hautberuf als Studentin wurde plötzlich ein Nebenjob. Schließlich beendete ich mein Studium und entschied, das zu tun, was ich liebe. Ich wurde also Barkeeperin.

V: Was gefällt dir am besten an der Arbeit?

T: Ich mag Aromen, Geschmäcker, Essen, Drinks und natürlich auch den sozialen Aspekt. Ich liebe die Beziehung, die du zu deinen Gästen aufbaust. Du kannst einerseits kreieren wie ein Koch, steckst aber nicht in der Küche fest, sondern hast den direkten Draht zu den Menschen an deinem Tresen.

V: Was ist der perfekte Cocktail für die Wintersaison?

T: Alles was auf Whiskey basiert, Bourbon und Old Fashioned. Ich verfeinere gern mit Muscovado Zuckersirup, der ist ein wenig dunkler und wärmer vom Geschmack, dazu Noten von Zimt und Nelken. Orangenschale gibt eine klassische Note. Außerdem finde ich eine Winterversion von Sangria spannend. Einfach einen klassischen Sangria auf Rotweinbasis mixen und mit ein wenig Muskat, Zimt und Ingwer aufpeppen. Fertig.

V: Du bist Testimonial für Keten One. Was magst du an dem Vodka?

T: Zu einen bin ich Holländerin und natürlich sehr stolz drauf. Mit einer niederländischen Marke zu arbeiten, ist für mich daher schon ein Plus. Außerdem ist es ein sehr gutes Produkt mit einer crispy Note, und im Abgang geschmeidig. Ketel One eignet sich super für Bloody Mary’s – Sie haben ein herzhaftes und ausgeprägtes Aroma und können einen charakteristischen Vodka gut vertragen. Mir gefällt, dass Ketel One ein Familienunternehmen ist. Das klingt jetzt vielleicht kitschig, aber ich kenne die Inhaber sehr gut, für sie geht es nicht nur um ihren Vodka als Produkt, sondern um die ganze Barkeeper Community.

V: Wo wir schon über Bloody Mary reden: Wie bereitest du ihn zu?

T: Zweimal im Jahr hoste ich ein Breakfast bei mir Zuhause. Am Geburtstag des Königs zum King’s Day und zum Gay Pride, wenn wilde Partys in Amsterdam stattfinden. Ich habe einen schönen Garten, wo an einem langen Tisch bei Bacon, Eiern, Croissants und Sandwiches schlemmen. Der Cocktail kommt bei mir in eine riesige Vase, weil die das größte Gefäß ist, das ich besitze. Ich mixe zwei große Ladungen Bloody Mary mit paar Flaschen Ketel One, eine scharfe Version und eine etwas mildere. Den Saft dafür presse ich frisch und ich nehme nicht nur Tomaten, sondern auch etwas Sellerie und rote sowie grüne Paprika. Je nach belieben noch Koriander, Limetten und Zitronen. Den krönenden Abschluss bildet ein wenig Rauchsalz. Superlecker!

V: Für dich wahrscheinlich eine schwere Frage: Wo auf der Welt gibt es die besten Cocktails?

T: Das ist gar nicht so schwer zu beantworten. London. London ist immer noch die Hauptstadt der Cocktails. Dann San Francisco und New York. Paris und Berlin kommen den anderen Städten aber sehr nahe.

V: Du hast dieses tolle Buch herausgebracht mit grandiosen Rezepten. Was kommt als Nächstes?

T: Erst einmal ist das Buch ab Dezember auf Englisch erhältlich. Das freut mich riesig. Noch aufgeregter bin ich aber, weil ich gemeinsam mit Timo vom Door74 meine erste eigene Bar in Amsterdam eröffne.

V: Die wie heißen wird?

T: Das verrate ich ich dir noch nicht.

V: Aber den Style kannst du mir schon beschreiben oder?

T: Es wird eine klassische, gemütliche Bar, keine Schicke Micki Location. Es wird keine Reservierungen geben, jeder ist willkommen. Fokussieren werden wir uns auf qualitativ hochwertige Klassiker. Wenig Signature Cocktails, sondern richtig gut zubereitete Evergreens, denen wir aber einen besonderen Twist verleihen. Alle unsere Gäste sollen einen guten Drink und eine gute Zeit haben.

Danke, Tess, für das tolle Treffen. Ketel One Bloody Mary’s for free gibt’s übrigens beim Vrenisale am nächsten Samstag. Kommt uns gerne in der Blogfabrik besuchen!

Bloody Mary Ketel One

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1 comment on “Bloody Mary Babes! Ich sehe rot

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