Abmahnung: Jetzt wird gekämpft

Ich habe Post bekommen vom Verband Sozialer Wettbewerb. Die sagen, ich werbe, ohne zu kennzeichnen und wollen 178,50€ Abmahnkosten sowie eine Unterlassungserklärung. Ich sage: Nope.

Der Sachverhalt der Abmahnung:

Im Schreiben des Verbands Sozialer Wettbewerb (VSW) für die Abmahnung heißt es unter anderem:

“Sie treten unter Ihrem angenommenen Namen “vrenifrost” im Internet auf. Ihr Auftritt ist wie folgt zu beanstanden:

Eine Abbildung zeigt Sie in blauem Sweetshirt mit der Aufschrift „BANANAS“ in gelb-roten Druckbuchstaben und glitzernder Chanel-Anstecknadel auf einer Decke liegend. Klickt man diese Abbildung an, erscheinen die Firmennamen „thehirstcollection“, „daisystreetcouk“ sowie „thefrankieshop“. Ein weiterer Klick auf die in Ihrer Abbildung eingeblendeten Firmennamen leitet den interessierten User weiter auf den Instagram-Account der jeweiligen Firma.

Die nächste Abbildung zeigt Sie in einem roten Oversize-Pullower, in der rechten ausgestreckten Hand sechs blaue Luftballons haltend, vor einem blauen Rolltor. Klickt man diese Abbildung an, erscheinen in weißer Schrift auf schwarzem Grund die Firmennamen „schwarzkopfpro.de“, „asos“, „farfetch“, „prada“ und „lalaberlin“. Klickt man noch einmal auf die in der Abbildung enthaltenen Firmennamen wird man wiederum auf den Instagram-Account der jeweiligen Firma weitergeleitet.

Eine weitere Abbildung zeigt eine luxeriös ausgestattete Flugzeugkabine mit blauen Kissen auf den großen Sitzen und weißen Turnschuhen davor. Klickt man die Abbildung einmal an, erscheinen die Firmennamen „singaporeair“, „samsungmobile_de“, „sony“ und „reebokclassicgermany“. Klickt der neugierig gewordenen Follower noch einmal diese Abbildung an, wird der auf den Instagram-Account des jeweiligen Anbieters weitergeleitet.

Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Weitere Werbeausdrucke liegen dem Verband vor.”

abmahnung

Die Rechtslage:

Laut dem VSW verstößt mein “Geschäftsgebaren” unter anderem gegen § 5a Abs. 6 UWG und gegen § 6 Abs. 1 Telemediengesetz. Schauen wir uns diese beiden Paragraphen einmal an.

§ 5a Abs. 6 UWG: Unlauter handelt, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte. Eine geschäftliche Handlung ist irreführend, wenn sie unwahre Angaben enthält oder sonstige zur Täuschung geeignete Angaben über folgende Umstände enthält: die Einhaltung eines Verhaltenskodexes, auf den sich der Unternehmer verbindlich verpflichtet hat, wenn er auf diese Bindung hinweist.

Der Verband bezieht sich darauf, das ich Marken in meinen Bildern tagge. Wo kommen wir denn hin, wenn Blogger keinen redaktionellen Service mehr bieten können? Dann müsste doch auch jedes Magazin in jeder einzelnen Ausgabe abgemahnt werden, sobald zum Beispiel eine Modestrecke erscheint. Wenn ich Marken tagge, dann tue ich das, weil ich euch die Frage nach dem Produkt ersparen will.  Ich habe auch keine Zeit, auf 100 Privatnachrichten nach meinem Pullover zu antworten und ihr wisst, dass ich so gut wie jede private Nachricht beantworte und mir das sehr wichtig ist. Wenn dieser Serviceaspekt tatsächlich als Werbung angesehen werden sollte, dann ist das unfair und haltlos. Zudem tagge ich andere Brands, weil es das Prinzip von Social Media ist, sich zu venetzen. Ich freue mich über Repostings, damit Leute meine Arbeit sehen – das macht Social Media aus, Vernetzung. Das sind die zwei Hauptgründe, warum ich andere Accounts verlinke. In keinem dieser Bilder weise ich euch darauf hin, dass Marken im Bild getaggt sind oder dass ihr unbedingt diesen tollen Pullover kaufen sollt. NEVER EVER.

§ 6 Abs. 1 Telemediengesetz: Diensteanbieter haben bei kommerziellen Kommunikationen, die Telemedien oder Bestandteile von Telemedien sind, mindestens die folgenden Voraussetzungen zu beachten: Kommerzielle Kommunikationen müssen klar als solche zu erkennen sein.

Dazu sage ich ganz deutlich: Alle meine bezahlten Posts, sowohl auf dem Blog als auch auf Instagram sind klar als bezahlt gekennzeichnet. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

Wie ich es sehe:

Meine erste Reaktion: Wut. Ich kämpfe schon immer für eine ordentliche Kennzeichnung, daher nehme ich eine Abmahnung echt persönlich. Vreni “Kennzeichnung” Frost – so ungefähr steht es sogar in meinem Personalausweis (kleiner Scherz…). Aber im Ernst. Ich blogge seit 9 Jahren und nehme Werbung mehr als ernst. Bei einem Verband, der sich “Sozialer Wettbewerb” in den Namen schreibt, hätte ich auch mehr erwartet, als ein knallhartes Abmahnschreiben.

Ich möchte betonen, dass der hier genannte Verband nichts mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) zu tun hat. Der MABB sieht das Thema Abmahnung auch viel vernünftiger, auch, weil hier im Gegensatz zum VSW keine monetären Interessen verfolgt werden.

Natürlich ist es wichtig, Werbung zu kennzeichnen. Aber davon auszugehen, dass jedes meiner Bilder einen bezahlten Post darstellt, ist einfach unfair, vor allem meinem Berufsethos gegenüber. Ich mache jeden Tag Fotos, ich poste jeden Tag und ich trage jeden Tag Kleidung, die normalerweise von bestimmten Marken stammen. Eine Verlinkung ist gesetzlich erlaubt, ohne eine Werbekennzeichnung, wenn eben keine Werbung vorliegt.

Lieber VSW – der rote Pullover ist übrigens ein lila Kleid. Selbst gekauft bei Asos. Die Luftballons sind schwarz, nicht blau. “Sweetshirt” heißt richtig SweAtshirt. Und auf die Unterlassungserklärung zur Abmahnung könnt ihr lange warten. Ich werde dafür kämpfen, dass Blogger weiterhin redaktionell tätig sein können, ohne Angst vor euch zu haben.

Nach dem ersten Schock nehme ich das auch nicht mehr persönlich, sondern widme mich der Sache objektiv. Für mich steht nun die spannende Frage im Raum, wie Direkttags zu bewerten sind. Das ist nicht nur für mich wichtig, sondern für uns alle, die wir im Internet unterwegs sind.

Stay tuned… natürlich werde ich euch berichten, wie es weitergeht.

Hochtransparent und mit unwerblichen Grüßen,
eure Vreni

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80 comments on “Abmahnung: Jetzt wird gekämpft

  1. Pingback: Meine Abmahnung - ein erster Zwischenstand

  2. Liebe Vreni,
    danke, dass du uns so transparent an der Sache teilhabben lässt! Ich bin gespannt wie es weitergeht. Die ganze Sachlage zum Thema Kennzeichnung usw. ist beim Thema Blogger/Instagramer sehr verwirrend. Den Verband kenne ich aus den Marketing-Jobs in der Wirtschaft…übel.

  3. Hallo Vreni,

    die ganze Abmahnerei ist wirklich ziemlich ätzend. Ich bin in den letzten Jahren leider schon öfters Opfer eines Abmahnanwaltes geworden und habe mich jedes mal erfolgreich dagegen gewehrt. Ich habe einmal eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Massenabmahnung gestellt, bei einem Fall habe ich letztendlich vor Gericht Recht bekommen, bei einem anderen Fall habe ich eine Gegenklage gestellt.

    Also, meine Empfehlung ist ganz klar, es den Abmahnern nicht zu leicht zu machen und ihnen ordentlich Gegenwind geben. Das kostet sie dann viel Zeit, Geld und Energie, sodass sie Dich dann irgendwann doch in Ruhe lassen.

    Bei meinem Fall der Massenabmahnung (ich hatte 5 andere Fälle des gleichen Anwaltes gefunden) haben 3 sofort bezahlt. Bei mir ist er leer ausgegangen :-).

    Also Kopf hoch und viel Erfolg!

    Viele Grüße
    Wolfgang

  4. Das Thema ist in ähnlicher Art und Weise auch auf Dawanda hochgekocht, vielleicht magst du und deine KollegInnen dich bei der Petition mit anschließen? Ob VSW oder IDO, hier wird versucht, ordentlich Geld zu scheffeln. Je mehr Stimmen gegen diesen Abmahnwahnsinn laut werden, desto eher bewegt sich hoffentlich was. https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_03/_08/Petition_77180.$$$.a.u.html
    GLG und nicht ärgern lassen, sondern mit aufstehen und Stirn zeigen 🙂

  5. Ich finde das bemerkenswert, wie du dich hier als Opfer stilisierst. Bekommst du von Firmen irgendwas umsonst, weil du so ein toller Typ bist? Nein, sicher nicht. Das ganze muss ja für die Firmen einen Nutzen haben und für dich auch. Der “Preis” ist eine positive Besprechung, von der viele ohne den Werbehinweis annehmen, das sei ja so unanhängig. Tatsächlich ist es das nicht, der Werbewert ist für die Firmen immens.
    Ein schönes Beispiel ist die Pyjama Party über den Wolken. Alles so geil, alles so klasse. Erst am Ende bemerkt man, dass du dafür bezahlt wurdest. Bezahlen klingt doof, sorry, du warst “Tester”.
    Wenn die Abmahnung doch so unberechtigt ist, warum steht jetzt fett “Werbung” in der Überschrift? Ich dachte, du wolltest kämpfen?! Zudem irgendwie unschön für dich, dass du jetzt deutlich reinschreiben musst, was es ist: Reklame, einfach nur geschickte und bezahlte Reklame für jedes Unternehmen, dass das von dir möchte und dich dafür bezahlt.

    • Lieber Herbert,
      die ungerechtfertigte Abmahnung bezieht sich lediglich auf meinen Instagram Kanal, wo ich für das Taggen selbst gekaufter Produkte belangt werde. Ich setze mich schon immer für deutliche Kennzeichnung ein, was du zum Beispiel hier nachlesen kannst: http://www.neverever.me/schleichwerbung-so-kennzeichnet-ihr-werbung-richtig/
      Die Kennzeichnung auf dem Blog schreiben wir ganz oben hin, sofern bezahlt wurde (was bei der Pyjamaparty nicht der Fall ist). Weil mir das wichtig ist, gehen wir nun dazu über, es noch weiter oben, nämlich in der Überschrift zu kennzeichnen. Ich hoffe, dass du dadurch nun vor jeglicher Verwirrung geschützt bist.
      Viele Grüße und schöne Ostern,
      Vreni

      • So einfach ist es nicht. Bei der Pyjamaparty wurdest du durch den Freiflug bezahlt. Man liest sich das von oben nach unten durch und denkt erst….was für eine unabhängige Einschätzung. Dem ist aber nicht so, da es sich ja um einen kostenlosen Flug handelte. Die Fluggesellschaft hat dir genau deswegen den Freiflug zukommen lassen, nämlich auf das du positiv berichtest. Mit einem unabhängigen Test hat das schlichtweg nichts zu tun. Kennzeichnungspflichtige Werbung fängt sehr viel eher an, als du meinst. Auch da und wahrscheinlich an vielen anderen Stellen bei dir müsste WERBUNG stehen.
        Diese geldwerten Vorteile müsstest du übrigens auch versteuern.

        • Danke für deine Einschätzung lieber Herbert.
          Ich kenne mich auch mit Finanzen gut aus und weiß, dass man Geschenke versteuern muss, die man annimmt. An dieser Stelle werde ich nicht weiter auf deine Vorwürfe eingehen, weil ich dazu richtig mit dir sprechen müsste, damit wir unsere Ansichten auszutauschen. Diese Zeit habe ich momentan nicht (schon gar nicht in Schriftform :-)!), werde das aber eventuell als Anlass für einen Blogpost nehmen.
          Danke also für die Inspiration und erneut viele Grüße

        • Mal unabhängig vom speziellen Fall und dem genauen Wortlaut des Beitrags: Wie kann es denn für dich einen unabhängigen Testbericht geben? Ausschließlich, indem man ihn selbst finanziert? Je nach Menge an Content und Testobjekt, dürfte das doch kaum realisierbar sein, zumal es in allen anderen Medien ja auch gängige Praxis ist, dass Pressereisen gemacht werden oder Testprodukte zur Verfügung gestellt werden. Natürlich erhofft sich die Firma eine positive Berichterstattung, aber das wäre bei einem Magazin ja auch nicht anders.
          Es ist also eine wirklich ernst gemeinte Frage. Was macht einen unabhängigen Testbericht aus?

          • Liebe Melli,

            genau, bei mir läuft das wie bei einem Magazin. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

            1. Ich werde bezahlt, dann ist es klar Werbung und auch so gekennzeichnet.
            2. Ich werde zur Recherche eingeladen, habe aber keinerlei Verträge oder Anweisungen. In diesem Fall kann ich unabhängig berichten und tue das auch. Übersteigt der Wert der Reise 600€, kennzeichne ich das, indem ich sage, wer die Reise unterstützt hat, z.B. DerTour, Singapore Air oder Qatar.

            Wäre das Erlebnis schlecht, dann würde ich in jedem Falle auch darüber berichten. Mein Blog ist allerdings auf positive Erlebnisse ausgerichtet, und im Bereich Reise auf Luxus und Wellness ausgerichtet. Daher wähle ich auch ganz genau aus, wohin ich gehe.
            Ich hoffe, das hilft dir weiter?

            Viele Grüße,
            Vreni

  6. Mega, dass du das Mal ansprichst. Nur weil es keine klaren Richtlinien vom Gesetz aus gibt können andere damit Geld machen… absurd! Gerade im Vergleich mit Magazinen. Keep us updated und ganz viel Durchhaltevermögen <3

    • Danke meine Liebe,
      der Support aus der gesamten Branche zeigt mir, dass wir – die wir diese Medien nutzen – damit umgehen können. Leider mischen sich hier aber Leute ein, die diese Medien oftmals nicht nutzen, geschweige denn deren Funktion beurteilen können und darüber hinaus selbst daran verdienen wollen. Wir werden sehen, was die Rechtsprechung bringt. Egal wie es ausfällt, dann haben wir ein Urteil, an das wir uns halten können – das ist ja in unser aller Sinne.
      Liebste Grüße, deine Vreni

  7. So langsam drehen die doch echt durch. Wie viele Vorschreiber bereits sagte, muss man natürlich reagieren. Aber ich stehe voll auf Deiner Seite: Vernetzung ist der wichtigste Punkt bei Social Media. Nicht jeder, der sich selbstständig macht, ist auch gleich in der Lage, viel Geld in Werbung zu investieren. Vernetzung ist daher existenziell wichtig, nicht nur für das Gewinnen von Lesern. Wenn man dabei durch das Taggen auch noch eventuelle Geschäftspartner auf sich aufmerksam machen kann, ist das ein vollkommen legitimer Weg. Wie Du selbst schreibst: Du hast niemanden zum Kauf animiert…

    • Danke Andi! Du, ich und tatsächlich 99% meiner Instagram Follower, die sich mir gegenüber dazu geäußert haben, sehen das genauso. Leider ist das immernoch eine Grauzone, in die endlich klare Farbe kommen muss.

  8. Ganz tolle Information! Vielen Dank.
    Habe ich immer Anzeige bei TVC Werbungen in Deutschland? Aber vielen Dank für die Information.

  9. Puh, da sind die Abmahnkosten aber sehr gering ausgefallen. Oft wird einem ein fünfstelliger Betrag hingeknallt. Aber das nur am Rande… Also Ich bin gespannt wie das bei dir dann weitergeht und was du erreichen kannst! Also mit einer Unterlassungserklärung kann man ja “den Laden dicht machen”, das hätte ja überhaupt keinen Sinn. Zum Punkto Kennzeichnung versehe ich alle Instagramposts mit “Anzeige, wegen Markennennung”, die zwar nicht bezahlt sind, ich aber eben Marken verlinke (bezahlte Posts dann nur mit Anzeige). Auch wenn ich es selbst dumm finde, eben wie du selbst schon sagtest: Das ist ja der Sinn von Social Media oder nicht?

    • Hello Desi,
      der fünfstellige Betrag kommt ganz schnell, wenn du die Unterlassungserklärung unterschreibst und dann nur ein einziges Mal dagegen verstößt. Oder durch horrende Anwalts- und Gerichtskosten. Auch bei mir wird es sich mitnichten auf diesen Betrag belaufen – ich werde am Ende alle Kosten offenlegen (sofern das rechtlich erlaubt ist – aber ich denke mal schon…)
      Happy Easter,
      deine Vreni

  10. Du wirst sicher einen Gewerbeschein haben, da kannst dich an die IHK wenden und dich dort von einem Anwalt kostenlos beraten lassen. … dann haben die Zwangsgebühren als Selbstständiger wenigstens einen Sinn

  11. Wie konkret sähe denn ein korrekt deklarierter Werdepost aus?? So ganz in real? Ich finde bei sämtlichen bekannten Social Media „Größen“ kaum erkennbare Kennzeichnungen, wie die vom VSW verlangt. Da wird grad aktuell, z. Bsp. das HUAWEI P20 von einer Dame in der Story verlinkt, ohne das ich dies explizit, durch sie als Werbung für die Marke erkennbar, angezeigt bekomme. Im Gegensatz war für mich Deine SONY Werbung klar als solche wahrzunehmen.
    Willkür scheint hier an der Tagesordung.

    • Liebe Bettina,
      tatsächlich kennzeichnen viele immernoch nicht richtig, weshalb vor allem die Medienanstalten hier Aufklärung betreiben. Verbände wie dem VSW verfolgen monetäre Interessen, du findest auf der Website beispielsweise keinerlei Leitfäden oder ähnliches. Die Landesmedienanstalten geben Leitfäden zum herunterladen heraus, was zeigt, dass bei diesen wirklich ein soziales, gesellschaftliches Interesse der Aufklärung besteht. Hier habe ich selbst etwas zur Schleichwerbung verfasst letztes Jahr, vielleicht hilft dir das weiter: http://www.neverever.me/schleichwerbung-so-kennzeichnet-ihr-werbung-richtig/
      Liebste Grüße

  12. Liebe Vreni,

    empfehle, trotz nachvollziehbarer Wut, zu reagieren und sei es mit Widerspruch.
    Sonst fliegt dir das Ding wegen Missachtung von Fristen womöglich um die Ohren. Frag doch mal einen befreundeten Juristen.

    Beste Grüße, Nils

  13. Oh my God, es wird immer absurder. Ich drücke die Daumen und eigentlich kannst du nur gewinnen. Wo kommen wir denn hin, wenn wir alles als “WERBUNG” kennzeichnen, wenn wir selbst bezahlte Artikel tragen? No way.

    Sollen sie lieber mal diejenigen anklagen, die (für mich) offensichtlich nicht kennzeichnen. Da gäbe es einige viele davon.

    LG
    Katrin

    • Hey liebe Katrin, ich dachte auch erst, dass es lächerlich ist. Aber rechtlich befinden wir uns hier in einer absolut ungeklärten Bubble. Ich hoffe sehr, dass es hier bald ein vernünftiges Urteil gibt.

  14. Was ist dieser Verband Sozialer Wettbewerb überhaupt für ein seltsamer Laden? Das ist doch nur eine private Abmahnklitsche, die auf gut Glück Rechnungen verschickt und hofft, dass irgendwer zahlt. Solang’s nichts vom Anwalt ist, würde ich das einfach ignorieren.

    • Hello mein Lieber, leider darf diese Abmahnklitsche das. Du glaubst nicht, wie viele sich gerade bei mir melden, weil sie schon so viel Geld wegen des VSW verloren haben…

  15. Spannende Geschichte. Ich teile Ihre Auffassung, dass solche Post, die keine kommerziellen Kommunikation sind, auch nicht gekennzeichnet werden müssen. Ich habe auch schon einige Verfahren gegen den Verband geführt. Für mehr Infos dazu siehe http://www.rechtzweinull.de Gerne melden, wenn Wir helfen können…

  16. auch wenn deine erste Reaktion Wut ist, ich rate dir, dich davon nicht vereinnahmen zu lassen. Meistens dauern Prozesse (und wenn es sich um noch so ein Fuzzelchen handelt) Jahre und ruinieren dich finanziell. Ich würde es mir überlegen welche nächsten Schritte du machst:( versuch es diplomatisch und sonst zahlen und weiter. Liebe Grüße

    • Hey liebe Julia, zahlen werde ich nicht, weil es um so viel mehr geht als meine drei popeligen Bilder. Hier wird der Ethos einer ganzen Branche und das komplette Prinzip des Internets in Frage gestellt. Das will ich für meine berufliche Zukunft nicht akzeptieren. Aber ich weiß, wie du es meinst. Danke <3

      • Naja, ein Ethos wäre es dann, wenn alle endlich mal zumindest die wirklichen “Kooperationen” als das Kennzeichen, was sie sind: nämlich Werbung oder eine Anzeige. So lange das nicht der Fall ist, kann man hier schlecht von Ethos einer Branche sprechen.

  17. Oh mein Gott, das ist ja echt absurd. Ich wäre auch sehr beunruhigt an deiner Stelle, denke aber mal, es wird so sein, wie viele hier geschrieben haben. Geldmacherei und mir ist auch kein Urteil bekannt, wo ein Blogger dafür belangt wurde, dass er Marken getagged hat. Auch der niedrige Betrag spricht dafür, dass die darauf spekulieren, dass du dir keine Hilfe holst, da Anwälte viel teurer sind.

    Ich drücke dir die Daumen und finde es einfach nur schlimm, was da aktuell teilweise abgeht. Und du hast so Recht, 2/3 der deutschen Zeitschriften müssten sofort abgemahnt werden, wenn da was dran wäre …

    • Lieber Julius, genau, es gibt kein Urteil. Deshalb kommt der VSW mit vielen unfairen Abmahnungen bisher durch. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Danke für deine aufbauenden Worte.

    • So niedrig ist der Betrag gar nicht. Da gibt es Regelungen durch die sich die Beträge ergeben an die sich solche Abmahner meistens halten, denn sie tun ja so als würden sie das Gesetz vertreten.

      Diese fragwürdigen Verbände machen ihr Geld aber eben gar nicht mit den Abmahngebühren. Sondern durch die erzwungenen Zahlungen von den Leuten, die sie in Unterlassungserklärungen hineingenötigt haben.

      Und im Fall des Verbands den das hier betrifft, geht die Sache sicher noch viel weiter. Der arbeitet sicher nicht grundlos seit 40 Jahren mit der gleichen Kanzlei zusammen. Diese Anwälte verdienen immer. Gewinnt der Verband seine Prozesse? Das ist total egal:

      1. Entweder unterschreibt ein armer Tropf eine Unterlassungserklärung. Dann kriegt der Verband Geld.
      2. Oder der arme Tropf läßt es auf einen Prozeß ankommen und verliert. Dann kriegen die Anwälte Geld die mit dem Verband seit 40 Jahren zusammenarbeiten. Das Geld zahlt der arme Tropf.
      3. Oder der arme Tropf läßt es auf einen Prozeß ankommen und gewinnt. Dann kriegen die Anwälte Geld die mit dem Verband seit 40 Jahren zusammenarbeiten. Das Geld zahlt der Verband. Und woher hat er es? Vom einem anderen armen Tropf aus 1 und 2.

      Es müssen dafür ganz schnell ganz andere Gesetze her. Es werden sowieso so gut wie nie “Täter” abgemahnt, sondern Leute die kleine Fehler gemacht haben von denen sie gar nicht gewußt haben, daß es Fehler sind. “Täter” sind diese Abmahner, ein System so zu mißbrauchen ist einfach ungeheuerlich.

      Zumal die genau wissen, wie abscheulich das ist, was die machen. Man findet bei den meisten Abmahnern nicht ohne Grund so gut wie nie die Gesichter zu den Namen wenn man danach sucht…

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